Formel 1

Rosberg sieht Schumacher in der Formel 1

Ex Weltmeister Nico Rosberg gibt Prognosen für die neue Formel 1 Saison ab.

Sebastian Vettel droht große Konkurrenz aus dem eigenen Lager – und im Hintergrund bringt sich Formel-3-Europameister Mick Schumacher bereits unaufhaltsam in Stellung. Diese Ansicht vertritt jedenfalls der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, der Vettel eine schwierige Saison bei Ferrari prognostiziert.

„Wenn Sebastian fährt wie im vergangenen Jahr, dann ist sein neuer Teamkollege Charles Leclerc am Ende des Jahres vor ihm“, sagte Rosberg am Montag im Vorfeld der Laureus World Sports Awards in Monaco. Vettel wäre in dem Fall nicht mehr unantastbar bei der Scuderia – und stünde vor eine ungewissen Zukunft.

Daher wird sich der viermalige Weltmeister aus Heppenheim enorm steigen müssen, denn Leclerc werde „auf Attacke gehen, er kann richtig Auto fahren“, sagte Rosberg. Diese Situation sei nicht mit den vergangenen Jahren zu vergleichen, als Kimi Räikkönen (Finnland) in der Hierarchie klar hinter Vettel stand, betonte Rosberg: „Das wird ein Riesenspaß sein für uns alle.“

Eine solche Konstellation habe es bei Ferrari zuletzt vor elf Jahren gegeben, als die Italiener 2008 mit dem damals amtierenden Champion Räikkönen und Felipe Massa (Brasilien) in die Saison gegangen waren. Daher sei es auch spannend zu sehen, wie Ferrari 2019 diese Herausforderung angeht.

Überhaupt wurde der bestens gelaunte Rosberg mit Blick in die Zukunft immer redseliger. Der Hauptdarsteller der kommenden Jahre könnte Mick Schumacher werden, glaubt der Champion von 2016. Und wenn der 19 Jahre alte Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher eines Tages in die Königsklasse aufsteigen sollte, könnte dies laut Rosberg einen wahren Boom auslösen.

„Wenn er in der Formel-1-Startaufstellung steht, schaut halb Deutschland zu. Das ist toll für Deutschland und alle Schumacher-Fans“, sagte der gebürtige Wiesbadener: „Wir würden uns alle freuen, wenn er es in die Formel 1 schafft.“ Der Ex-Weltmeister warnte aber auch vor „riesigen Erwartungen und zu viel Druck“. Das könnte Mick Schumacher den „Spaß nehmen“, meinte Rosberg: „Ich weiß, wovon ich spreche. Da müssen wir aufpassen.“

Schumacher junior, im vergangenen Jahr Formel-3-Europameister, werde „seinen Weg gehen“, prognostizierte Rosberg. Doch zunächst geht Mick Schumacher in diesem Jahr in der Formel 2 an den Start. Dies sei, so Rosberg, „eine riesige Herausforderung. Vielleicht ist die Formel 2 noch komplizierter als die Formel 1. Man muss ihm auf jeden Fall ein, zwei Jahre geben.“ Zeit, die Vettel bei Ferrari wohl nicht mehr hat. (sid)

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