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Mal nicht unglücklich - Cristiano Ronaldo.

Real Madrid

Ronaldo erlöst Mourinho

Dramatisches Ende, quälendes Spiel: Real Madrid dreht dank Cristiano Ronaldo den Champions-League-Auftakt gegen Manchester City. Jose Mourinho verliert danach die Coolness - und offenbart mit seiner Feiereinlage die angespannte Lage bei Real.

Für Jose Mourinho gab es kein Halten mehr: Als Superstar Cristiano Ronaldo mit einem Tor in letzter Sekunde den nächsten Rückschlag für Real Madrid verhindert hatte, verlor der Star-Trainer für einen Moment seine ihm eigene Coolness. Der immer lässig wirkende Portugiese stürmte wild jubelnd auf den Rasen des Estadio Santiago Bernabeu und feierte im feinsten Maßanzug auf den Knie rutschend den entscheidenden Treffer zum 3:2-Sieg seines Teams gegen Manchester City. Die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira standen an einem dramatischen Champions-League-Abend in Madrid aber nicht nur wegen der emotionalen Jubelpose ihres Coaches erneut nicht im Rampenlicht.

Özil und Khedira nur Statisten

„Die Grasflecken bekommt er nicht mehr raus“, kommentierte Franz Beckenbauer bei Sky mit einem süffisanten Lächeln die Aktion des enfant terrible. Dabei war der Gefühlsausbruch ein deutlicher Hinweis darauf, unter welchem Druck Mourinho nach dem verpatzten Saisonstart bereits gestanden hatte.

Mit nur vier Punkten aus vier Spielen hat Real die Meisterschaft fast schon verspielt, eine Auftaktniederlage in der wohl stärksten Champions-League-Gruppe mit ManCity, Borussia Dortmund und Ajax Amsterdam hätte Mourinho und Real bereits unter Zugzwang gesetzt. Den Kauf eines neuen Anzugs kann Multimillionär Mourinho dagegen weit einfacher verschmerzen. „Ich feiere Tore so, wie es angebracht ist“, sagte Mourinho lapidar, dessen Mannschaft zweimal einen Rückstand aufholte: „Es geht nicht nur um die drei Punkte, sondern auch darum, dass die Mannschaft die Real-Madrid-DNA wiedergefunden hat.“

Frust bei Manchester City

Zudem machte Sieggarant Cristiano Ronaldo mit seinem 151. Treffer im 151. Spiel für Real jede Diskussion über seine Unzufriedenheit erst einmal vergessen.

Özil wurde erst in der 65. Minute eingewechselt, Khedira spielte durch - beiden blieb aber nur eine Statistenrolle. Während der Last-Minute-Sieg in Madrid für ausgelassenen Jubel sorgte, herrschte beim englischen Meister der pure Frust. „Wir sind enttäuscht. Es gibt nicht viele Mannschaften, die im Bernabeu-Stadion zwei Tore erzielen. Jetzt ist es ganz wichtig, dass wir im nächsten Spiel Dortmund schlagen“, sagte City-Coach Roberto Mancini.

Für Edel-Fan Liam Gallagher war die Niederlage dagegen zu viel. Beim Gegentreffer zum 2:3-Endstand kurz vor Schluss rastete der Ex-Oasis-Sänger komplett aus. (sid)

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