Winterberg

Rodler verzichten auf Weltcup-Teilnahme

Zahlreiche Athleten verzichten auf den Weltcup in Winterberg – aus Sicherheitsgründen.

Nach den drei deutschen Doppelsitzern verzichten auch sämtliche österreichischen Rodler aus Sicherheitsbedenken auf ihre Teilnahme am Rodelweltcup an diesem Wochenende im sauerländischen Winterberg. „Die Bahn ist in unseren Augen nicht weltcuptauglich“, sagte der der deutsche Cheftrainer und Sportdirektor des österreichischen Verbandes, René Friedl: „Das Sturz- und Verletzungsrisiko ist speziell im unteren Bereich sehr hoch, ich trage die Verantwortung und bin nicht bereit, die Gesundheit meiner Athleten aufs Spiel zu setzen.“

Olympiasieger David Gleirscher steht hinter dieser Entscheidung. „Ich hatte bei meinem Trainingssturz Glück im Unglück, möchte das Risiko kein zweites Mal eingehen“, sagte der 25-Jährige. Auch der russische Weltmeister Roman Repilow erwägt einen Startverzicht.

Die Veranstalter haben indes aufgrund der Bedingungen entschieden, die Starts nach unten zu verlegen. Die Männer starten nun vom Damenstart, die Damen von ursprünglichen Doppelsitzer-Start. Die Doppelsitzer starten mit eingeschränkter Präparierung. „Eine komplette Absage des Weltcups stand aber nie zur Debatte“, erklärte Wolfgang Harder, Sprecher des Weltverbandes FIL.

Die Entscheidung der deutschen Doppelsitzer-Duos Toni Eggert/Sascha Benecken, Tobias Wendl/Tobias Arlt sowie Robin Geueke/David Gamm kommentierte die FIL nicht näher. „Das ist eine individuelle Entscheidung der Athleten“, sagte Harder: „Wir können niemand zwingen.“ Warum sich die Bahn in einem solch schlechten Zustand befindet, ist auch den Veranstaltern ein Rätsel. (dpa)

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