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Roddick und Clijsters dominieren

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Andy Roddick gewinnt in Miami (04.04.2010).
Andy Roddick gewinnt in Miami (04.04.2010). © afp

Andy Roddick überkam bei seinem ersten Masterssieg seit 2006 ein seltenes Glücksgefühl, Kim Clijsters war effektiv wie nie: Die beiden genossen ihre Triumphe in Miami auf unterschiedliche Weise.

Miami. Roddick stemmte nach dem 7:5, 6:4-Finalsieg gegen den starken Tomas Berdych aus Tschechien den kristallenen Pokal mit einem breiten Lächeln in den blauen Himmel. Clijsters hatte es bei ihrem 6:2, 6:1 im Endspiel über Venus Williams (USA) eilig und wollte nach ihrer 58 Minuten kurzen Machtdemonstration so schnell wie möglich zurück in die belgische Heimat.

"Das ist ein großer Titel für mich. Heute schließt sich hier ein besonderer Kreis", resümierte Roddick, der erstmals seit Cincinnati 2006 endlich wieder ein ATP-Mastersturnier gewonnen hat. Vor zehn Jahren hatte Turnierdirektor Butch Buchholz dem damals 17-Jährigen eine Wildcard für die Hartplatz-Veranstaltung gegeben und so maßgeblichen Anteil an dessen erstem Sieg auf der Tour.

"Der vergangene Monat war wirklich gut für mich. Ich habe in den großen Momenten gut gespielt, war mental immer voll da. Das ist alles sehr ermutigend", sagte der 27-Jährige. Vor zwei Wochen in Indian Wells hatte der Weltranglistensiebte bei der Siegerzeremonie noch dem Kroaten Ivan Ljubicic zuschauen müssen, der ihn im Finale 7:6, 7:6 bezwungen hatte. Aufgrund dieser Niederlage habe er "einen gewissen Druck gespürt", erzählte der Texaner, der mit seinem zweiten Erfolg in Miami nach 2004 endgültig zum bisherigen Spieler des Jahres avancierte. Von seinen 30 Partien gewann er 24 - so viele wie kein anderer.

Bei Kim Clijsters ist es ähnlich. Durch den dritten Turniersieg seit ihrem Comeback Ende August kehrt die US-Open-Siegerin aus Belgien erstmals wieder zurück in die Top Ten der Tenniswelt. "Ich spiele besser als je zuvor", sagte die 26-Jährige nach dem 36. Turniersieg ihrer Karriere, "als Mutter muss ich meine Zeit gut einteilen und im Training und im Turnier fokussiert sein, um genügend Zeit für meine Tochter Jada zu haben."

Kaum war der Coup vollbracht, freute sie sich bereits auf die Heimreise nach Belgien. "Ich kann es kaum erwarten, zu Hause wieder eine ganz normale Mutter zu sein", verriet sie, will aber trotz des glanzvollen Siegs über die hoffnungslos überforderte Venus Williams ihre begrenzte Zahl an Turnierstarts nicht erhöhen. "Das Gleichgewicht zwischen Tennis und Familie ist mir extrem wichtig", erklärte Clijsters. Venus Williams hatte zuvor 15 Einzel in Serie und dabei die Turniere von Dubai und Acapulco gewonnen, doch diesmal war sie - mit Bandagen an beiden Beinen - chancenlos. ( dpa)

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