Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bert van Marwijk, ehemalige Nationaltrainer der Niederlande, gilt als Trainerkandidat beim Hamburger SV.
+
Bert van Marwijk, ehemalige Nationaltrainer der Niederlande, gilt als Trainerkandidat beim Hamburger SV.

Robben gefordert: Traumoffensive gegen Betonwand

Die Traum-Offensive um Arjen Robben gegen die Betonwand um Lucio: Der Viertelfinal-Knüller zwischen den Niederlanden und Brasilien verspricht endlich Erlebnisfußball, doch die beiden WM-Favoriten übertrafen sich bisher mit nüchternem Ergebnisfußball.

Johannesburg. Die Traum-Offensive um Arjen Robben gegen die Betonwand um Lucio: Der Viertelfinal-Knüller zwischen den Niederlanden und Brasilien verspricht endlich Erlebnisfußball, doch die beiden WM-Favoriten übertrafen sich bisher mit nüchternem Ergebnisfußball.

Jetzt hofft die Fußball-Welt auf die erste Gala der Hochkaräter. «Robben ist ein großartiger Spieler. Wir haben gesehen, was er in der Champions League angestellt hat. Aber wir werden auf ihn so gut aufpassen, wie wir das mit Didier Drogba und Cristiano Ronaldo getan haben», versprach Innenverteidiger Juan am Mittwoch.

Der hochgelobte «Oranje»-Angriff birgt intern großes Konfliktpotenzial. Im Achtelfinale gegen die Slowakei probte Robin van Persie den Aufstand. Der Stürmer des FC Arsenal war wütend, dass er und nicht Wesley Sneijder raus musste. Nationalcoach Bert van Marwijk reagierte prompt, wusch dem Stürmer vom FC Arsenal den Kopf und berief ein interne Teamsitzung ein. «Damit ist das Thema erledigt», sagte van Marwijk vor dem Klassiker gegen den Rekordweltmeister in Port Elizabeth.

Die Offensive der Niederländer ist ausnahmslos mit Superstars gespickt. Einer von ihnen wird gegen Brasilien auf die Bank müssen. «Ich werde es niemals akzeptieren, dass etwas die Konzentration auf das nächste Match beeinträchtigt», sagte van Marwijk. Bei der exquisiten Auswahl im Sturm sind Härtefälle garantiert: Arjen Robben, Wesley Sneijder, Rafael van der Vaart, Dirk Kuyt und van Persie - die «Big Five» der Holländer lesen sich wie ein «Who is Who» des Weltfußballs. Einer der Superstars wird sich gegen Brasilien trotzdem auf der Bank wiederfinden - aus Fünf mach' Vier heißt das Motto.

Spätestens seit der Rückkehr von Robben ist bei der «Elftal» Feuer unter dem Dach, auf der WM-Bühne will schließlich jeder aus dem Ausnahme-Quintett seine Visitenkarte abgeben. «Ich bin froh, dass ich eine solche Auswahl an Weltklasse-Fußballern habe», sagt van Marwijk. Die Entscheidung, wer die starke Abwehr der Brasilianer in Verlegenheit bringen soll, wird dem früheren Trainer von Borussia Dortmund noch zwei schlaflose Nächte bereiten.

Vieles deutet darauf hin, dass es van der Vaart treffen wird. Der Mittelfeldstratege von Real Madrid trainierte nach seinen Wadenproblemen zwar wieder mit dem Team, bleibt aber erste Wahl für einen Startplatz auf der Bank. «Dass Arjen zurückkommt ist kein Problem. Er spielt rechts, ich links», sagte der frühere Hamburger.

Eine Offensive wie die der «Oranje» wäre ganz nach dem Geschmack von Pelé. Die Legende meckert schon wieder über die Spielweise der «Seleção». Die Sicherheitspolitik von Trainer Carlos Dunga ist ihm suspekt, doch die Abwehr um Kapitän Lucio ist Brasiliens Pfund im Endspurt um den WM-Titel. «Das heutige Team ist eher auf Konter eingestellt, beherrscht das Spiel nur wenig», kritisierte der dreifache Weltmeister. «Die Dominanz und der Wille, immer über den Gegner zu herrschen und den Ball zu besitzen, sind nicht vorhanden.»

Dunga machte Lucio zum Kapitän und nicht Superstar Kaká. Er verhalf Rechtsverteidiger Maicon zu einer steilen Karriere und setzt auf den stillen, unglaublich kopfball- und zweikampfstarken Ex-Leverkusener Juan, der beim 3:0 gegen Chile sogar ein Tor machte. «Ich glaube, dass Brasilien nach Deutschland 2006 wieder mehr Wert auf seine Verteidiger gelegt hat», erklärte der frühere Leverkusner (heute AS Rom). «Dunga hat daran einen ganz wichtigen Anteil. Für ihn sind die Abwehrspieler ebenso wichtig wie die Angreifer. Früher war das nicht so.»

Torwart Julio César kassierte nur gegen Nordkorea und die Elfenbeinküste ein Gegentor. «Da haben wir bereits geführt. Ich hoffe, dass das nicht mehr passiert», erklärte Lucio. Lucio, Maicon und Cesar können bei der WM etwas erreichen, was noch keinem Profi vor ihnen gelungen ist: Nach dem Titel-Triple mit Inter im Pokal, in der Meisterschaft und Champions League in diesem Sommer auch noch Weltmeister werden. «Kein Geld der Welt kann den Weltmeister-Titel ersetzen», sagte Lucio, «den nehmen wir fürs ganze Leben mit.» Juan will vor dem Holland-Spiel sogar «zu Gott beten, dass wir gewinnen». (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare