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Perspektiven und Zeugnisse der deutschen Spieler

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Torhüter:

Torhüter:

1 Jens Lehmann: Mit der Spielpraxis kam die Sicherheit: War in wichtigen Spielen, wie im Finale, da. Aber der große Retter war er nicht. Mit 38 Jahren scheint seine DFB-Karriere beendet.

12 Robert Enke: Als erster Vertreter von Lehmann konnte er die junge deutsche Torwartgarde noch in Schach halten - nach der EM wird das gegen Adler, Neuer & Co. ein härterer Kampf.

23 Rene Adler: Einer der Kronprinzen hofft auch ohne EM-Einsatz auf eine schnelle Beförderung. Kniete sich im Training besonders rein, um sich für die Lehmann-Nachfolge zu positionieren.

Abwehr:

2 Marcell Jansen: Bei der WM ein Gewinner, bei der EM schwach. Verspielte in den ersten eineinhalb Spielen den Stammplatz auf links. Zu große Defizite in der Defensive. Final-Einsatz ohne Wirkung.

3 Arne Friedrich: Steckte den Anfangsfrust auf der Bank gut weg und biss sich dann in seine Verteidiger-Rolle hinein. Im Finale aber wieder mit den alten Mängeln. Verlor den Tischtennis-Titel an Lahm.

5 Heiko Westermann: Kam nicht zum Einsatz, verletzte sich dennoch: im Training an der Hand. Ob er wiederkommen darf, entscheidet sich auch auf Schalke. Kann viele Rollen übernehmen, vielleicht zu viele.

16 Philipp Lahm: Schoss Deutschland ins Finale, schlief dort beim Gegentor. Ungewohnte Wackel-Einlagen, aber dennoch auf dem Weg zur Führungskraft. Lieblingsposition rechts, aber links wertvoller.

17 Per Mertesacker: Ließ er sich von Metzelders Unsicherheit anstecken oder steckte er Metzelder an? Weit von der WM-Form entfernt, bleibt aber der Typ Innenverteidiger für die Zukunft.

21 Christoph Metzelder: Riesen-Rückstand nach OP, wackelte meistens, steigerte sich langsam - bis zum Rückschritt im Finale. Müsste endlich einmal gesund bleiben, einen Bonus hat er nicht mehr.

Mittelfeld:

4 Clemens Fritz: Durchwachsen. Bleibt eine Alternative für die rechte Seite, offensiv wie defensiv. Muss sich aber in der Champions League mit Werder für weitere DFB-Aufgaben empfehlen.

6 Simon Rolfes: Ballsicher gegen Portugal, unsicher gegen die Türkei. Bleibt ohne Ausstrahlung. Nimmt von der EM trotzdem nicht nur ein blaues Auge, sondern auch gute Zukunftschancen mit nach Hause.

7 Bastian Schweinsteiger: Erst verteufelt, dann gefeiert. Der Liebling der Kanzlerin führte Deutschland nach Rot gegen Kroatien ins Halbfinale. So wäre er auch beim FC Bayern gesetzt, im DFB-Team ist er es wieder.

8 Torsten Frings: War nach dem Rippenbruch am Boden zerstört, aber kämpfte sich zurück. Am Ende fand er sogar zu ungewohnter Lockerheit. Wird auch noch für die WM 2010 gebraucht. Muss aber mehr als kämpfen.

13 Michael Ballack: Weiterhin der Anführer, aber trotz großen Siegeswillens auch der ewige Zweite. Der Leader war läuferisch das Vorbild, den Weltklasse-Anspruch erfüllte er aber zu selten.

14 Piotr Trochowski: Genoss ausgiebig die Annehmlichkeiten im Hotel. Bei den Freizeitaktivitäten mit Freundin immer gern dabei - im Gegensatz zu den Spielen. Weitere Nominierungen fraglich.

15 Thomas Hitzlsperger: Der Musterschüler kam im Viertelfinale und spielte sich fest. Sicher nach hinten, Übersicht nach vorne - so irgendwann Frings-Nachfolger. Noch zu brav und zurückhaltend.

18 Tim Borowski: Wusste gegen Portugal nicht, wo er rumlaufen musste. So wird's schwer, einen Platz für die WM-Elf zu ergattern - und auch einen beim FC Bayern. Mit 28 Jahren wird die Zeit knapp.

19 David Odonkor: Der Turbo zündet nicht mehr. Durfte gegen Kroatien eine Halbzeit vergeblich die Linie auf und ab rennen. Nur beim Gratulieren der Torschützen ist er noch der Schnellste.

Angriff:

9 Mario Gomez: Die unglücklichste deutsche EM-Figur. Kam mehr wegen des Bayern-Interesses als mit Leistungen in die Schlagzeilen. Dennoch ist er die größte Zukunftshoffnung im Sturm der DFB-Auswahl.

10 Oliver Neuville: Mühte sich als Joker erfolglose acht Minuten. Nach der EM wird der 35-Jährige Jüngeren Platz machen. Durfte die Wochen im Tessin nahe dem Geburtsort mit der Familie genießen.

11 Miroslav Klose: Nicht in der Gala-Form der WM, aber wichtig fürs Team. Wird als Führungsfigur weiter gebraucht und von Vereins-Kamerad Luca Toni nach gewonnener Tor-Wette zum Essen eingeladen.

20 Lukas Podolski: Ein EM-Gewinner. Ballerte im linken Mittelfeld wie in besten Zeiten - im Finale war das Pulver verschossen. In dieser Form wäre er beim FC Bayern gesetzt, wenn er dort denn bleibt.

22 Kevin Kuranyi: Nach WM-Ausbootung auch als EM-Teilnehmer tragische Figur. Als dreimaliger Joker ohne Nutzen. Muss bei Schalke wieder Fahrt für Nationalelf-Aufgaben aufnehmen.

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