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Erste Studien weisen darauf hin, dass der Schmerzmittelwirkstoff Paracetamol Allergien auslösen könnte.

Paracetamol unter Allergieverdacht

Forschungen noch in den AnfängenDas Schmerzmittel Paracetamol steht unter Allergieverdacht. Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen der regelmäßigen Einnahme des Wirkstoffs und der Entstehung allergischer Erkrankungen gibt, wie der Mediziner Henning Allmers von der Universität Osnabrück berichtet. Besonders im Blickpunkt steht dabei Asthma.

Osnabrück (ap). Das Schmerzmittel Paracetamol steht unter Allergieverdacht. Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen der regelmäßigen Einnahme des Wirkstoffs und der Entstehung allergischer Erkrankungen gibt, wie der Mediziner Henning Allmers von der Universität Osnabrück berichtet. Besonders im Blickpunkt steht dabei Asthma.

Nach Angaben des Experten legen unter anderem Beobachtungen aus Ostdeutschland den Zusammenhang nahe: In der ehemaligen DDR sei der Wirkstoff erst seit 1989 allgemein verfügbar gewesen. Die Zahl der allergischen Erkrankungen sei vor der Wende deutlich niedriger als in der Bundesrepublik gewesen. Mittlerweile haben sich die Zahlen laut Allmers fast an das West-Niveau angeglichen.

Dem Mediziner zufolge gibt es zudem Hinweise auf eine Verbindung zwischen der Einnahme von Paracetamol im Endstadium der Schwangerschaft und der späteren Entwicklung allergischer Erkrankungen des Kindes bis zum Grundschulalter. Sollte sich die Theorie bestätigen, könnte dies nach seiner Einschätzung weit reichende Folgen haben.

Doch zugleich warnt Allmers vor voreiligen Schlüssen: "Nun müssen die genauen Zusammenhänge, die zu dem Anstieg von allergischen und Atemwegserkrankungen nach regelmäßiger Einnahme von Paracetamol führen, noch weiter untersucht werden, um die Gründe der Krankheitsentstehung aufzuklären."

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