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Tuchfühlung zum  Ex-Kollegen Miroslav Klose: 96-Verteidiger FrankFahrenhorst.
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Tuchfühlung zum Ex-Kollegen Miroslav Klose: 96-Verteidiger FrankFahrenhorst.

Volltreffer

Der Papa macht einen guten Job

  • VonHendrik Buchheister
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Frank Fahrenhorst ist an einem Tag ein stolzer Vater und Verteidiger.

Hannovers Trainer Dieter Hecking hatte die Vorstellung seiner Mannschaft gegen den FC Bayern längst sorgfältig analysiert am frühen Samstagabend im Presseraum der örtlichen Fußball-Arena, aber ein bisschen Zeit war noch. Also erzählte Hecking, wie ihn in der Nacht gegen viertel nach fünf eine SMS erreichte, die sein Verteidiger Frank Fahrenhorst abgeschickt hatte. Wie Fahrenhorst dann um halb neun am Vormittag im Mannschaftshotel auftauchte und wie Hecking ihm nach dem Frühstück mit den Arbeitskollegen empfahl, erstmal ein bisschen zu schlafen.

Geschlafen hatte Fahrenhorst seit Donnerstag nämlich eher wenig. Vier, fünf Stunden vielleicht, wie er nach dem 1:0-Erfolg über den Rekordmeister vorrechnete. In der Nacht zum Samstag war er zum zweiten Mal Vater geworden. Jetzt stand Fahrenhorst, 31, hinter einer Absperrung, an der sich Reporter drängelten, um von dem Glück des Innenverteidigers zu erfahren. "In der Nacht kommt das Kind zur Welt", sagte er und sah dabei wirklich sehr glücklich aus, "und dann schaffen wir einen Sieg, mit dem keiner gerechnet hat. Ein perfekter Tag."

Nur der Notnagel nach der Verletzung der Kollegen

Auch mit Fahrenhorsts Einsatz hatte keiner gerechnet, zumindest bis Freitagnachmittag nicht. Dann krachte sein Innenverteidigerkollege Mario Eggimann im Training mit Jiri Stajnar zusammen und verletzte sich über dem Auge. Valérien Ismaël musste wegen der Folgen seiner Kniestauchung aus der Vorwoche ohnehin noch Pause machen. Hecking bastelte für das Spiel gegen den FC Bayern also eine Innenverteidigung aus dem Brasilianer Vinícius und Fahrenhorst und diese Innenverteidigung löste ihre Aufgabe optimal.

"Wir standen in der Abwehr sehr kompakt", stellte der Trainer hinterher fest und Torhüter Robert Enke sagte, befragt nach den Gründen für den gelungenen Arbeitseinsatz: "Wir standen in der Abwehr sehr kompakt." Nur zweimal schossen die Münchner aufs Tor der Gastgeber. Fahrenhorst und Vinícius verhinderten, dass Bayerns Angreifer Miroslav Klose und Luca Toni nennenswert ins Geschehen eingriffen. "Wir haben gegen Bayern nichts zugelassen", befand dann auch Vater Fahrenhorst. Als die Münchner zuletzt in der niedersächsischen Hauptstadt im Februar zu Besuch waren, hatte Toni noch einen Hattrick geschossen. Und Fahrenhorst denkbar schlecht ausgesehen. Deshalb mehrten sich auch immer wieder Zweifel am zweifachen Nationalspieler, der vor zwei Jahren im Tausch mit Per Mertesacker kam. Eines brachte der Abwehrmann noch von der Weser mit: den wenig schmeichelhaften Beinamen "Gefahrenhorst". Doch das ist erst einmal passé.

Hanno Balitsch sagte, die nächsten Wochen würden zeigen, was der Sieg gegen die Bayern wert sei. "In Dortmund müssen wir jetzt genauso kämpfen." Vor dem Bayern-Spiel hatte für 96 der einigermaßen misslungene Start mit vier Punkten und aus fünf Spielen gestanden, hinterher hat vor allem die gute Heimserie Bestand: Zehn Spiele ist die Mannschaft jetzt zuhause unbezwungen. Die nächsten Gäste sind 1899 Hoffenheim und Werder Bremen. Frank Fahrenhorst wurde kurz vor Dienstschluss noch gefragt, wie er sein Glück denn nun feiern werde. "Feiern?", gab der Verteidiger zurück und brachte sein blondes Haar in Ordnung, "ich bin froh, wenn ich um zehn im Bett liege." Erstmal ausschlafen.

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