Pampelmusen können Cholesterinspiegel senken

Vorsicht wegen Wechselwirkung mit Medikamenten

Washington (ap). Eine Grapefruit am Tag kann den Cholesterinspiegel senken und damit das Risiko für Herzerkrankungen verringern. Besonders effektiv sind laut einer israelischen Untersuchung rote Pampelmusen. Die Forscher des Hebräischen Universität in Jerusalem warnen jedoch, dass Grapefruits die Wirkung vieler Medikamenten, darunter auch Statinen, stark verändern können.

Werte sinken deutlich

Die Wissenschaftler überprüften den Effekt von Grapefruits an 57 Patienten, die einen erhöhten Cholesterinspiegel hatten, sich kurz vorher einer Bypass-Operation am Herzen unterzogen hatten und die nicht auf Statine reagierten. Die Teilnehmer ernährten sich ausgewogen und aßen zudem einen Monat lang entweder jeden Tag eine rote Frucht, eine gelbe Frucht oder keine Pampelmuse. In der Grapefruit-Gruppe sank der Cholesterinspiegel deutlich, in der Kontrollgruppe blieb der Wert dagegen konstant.

Rote Früchte effektiver

Generell waren die roten Pampelmusen effektiver als die gelben Früchte, vor allem bei der Senkung der so genannten Triglyceride, wie die Zeitschrift "Journal of Agricultural and Food Chemistry" berichtet. Die Forscher raten jedoch Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sich vor dem Verzehr von Pampelmusen medizinisch beraten zu lassen.

Wechselwirkungen schon lange bekannt

Die Wechselwirkung von Grapefruits und Medikamenten ist seit Jahren bekannt. Pampelmusen werden von dem gleichen Enzymsystem verstoffwechselt, das beim Abbau vieler Medikamente eine wichtige Rolle spielt. Diese so genannten Cytochrom-P450-Enzyme werden durch einen Inhaltsstoff von Grapefruits blockiert. Dadurch können sich Medikamente im Blut anreichern - mitunter auf gefährliche Konzentrationen.

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