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Trainer und Torschütze: Paderborn-Coach Roger Schmidt (l) herzt Stürmer Nick Proschwitz (Archiv vom 18.11.2011).
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Trainer und Torschütze: Paderborn-Coach Roger Schmidt (l) herzt Stürmer Nick Proschwitz (Archiv vom 18.11.2011).

Überraschung in der 2. Liga

Paderborn - vom Underdog zum Aufstiegskandidaten

Zu Saisonbeginn wollte der SC Paderborn lediglich den Klassenverbleib sichern. Spätestens seit dem 4:2 gegen Aufstiegs-Mitfavorit Eintracht Frankfurt ist die erste Liga erklärtes Ziel der Westfalen.

Klammheimlich steuern die Fußballer des SC Paderborn dem Aufstieg entgegen - mit beeindruckenden Zahlen: Zwischen dem fünften und 20. Zweitligaspieltag blieben die Ostwestfalen 16 Mal nacheinander ohne Niederlage. Und selbst das zwischenzeitliche 1:5 bei der SpVgg Greuther Fürth warf die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt nicht um.

Spätestens seit dem in dieser Souveränität nicht erwarteten 4:2 am Sonntag gegen Aufstiegs-Topfavorit Eintracht Frankfurt wird der SC Paderborn als Kandidat für die 1. Liga gehandelt. „Das wäre eine unglaubliche Situation für uns und die ganze Stadt Paderborn“, sagt Chefcoach Schmidt über den möglichen Sprung nach oben.

Torjäger Proschwitz: „Wir haben die Chance"

Angst müssen Schmidt und seine Profis vor keinem mehr haben. Der einstige Underdog von der Pader ist selbstbewusst geworden. Nicht zuletzt Torjäger Nick Proschwitz machte aus den Paderbornern mit seinen bislang 15 Treffern einen frechen Außenseiter. „Mittlerweile haben wir eine breite Brust. Wir gehen auf den Platz und hauen alles raus, und meistens ist das mehr, als der Gegner zu bieten hat“, sagt Schmidt. „Wir haben die Chance, Großes zu leisten“, sagte Proschwitz am Mittwoch in einem Interview des Internetportals spox.com.

Eine Geheimformel für den steilen Weg in die Ligaspitze hat er nicht. „Man kann nicht zaubern“, sagt er. Den Höhenflug seines Clubs begründet er mit taktischer Finesse, einer offensiven Spielweise und dem Blick für Talente. „Auch wenn wir einen kleinen Kader haben: Wir machen aus den Einzelqualitäten der Spieler eine richtig gute Mannschaftsleistung.“ Dass die Elf auch ohne Stammkräfte wie Sören Gonther, Markus Krösche oder Thomas Bertels glänzen kann, hat sie beim Sieg gegen Frankfurt bewiesen.

Wenig Raum für Transfers

Bislang genoss die Mannschaft ihren Höhenflug eher im Stillen. „Es ist sehr vermessen, mit unserem Etat die erste Bundesliga als Ziel auszugeben“, hatte Manager Michael Born gesagt. Für den mit knapp 6,7 Millionen Euro verschuldeten Verein wäre der Aufstieg auch die große Möglichkeit, sich finanziell zu sanieren.

„Das wäre ein Siebener im Lotto. Dann könnten wir unsere Verbindlichkeiten auf einen Schlag tilgen“, erklärt Born. Mindestens 300.000 Euro muss der zu Sparsamkeit angehaltene Club nach Auflagen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zum Abbau seiner Schulden diese Saison erwirtschaften.

Für nennenswerte Transfers ließ das knappe Budget wenig Raum. „Wir müssen immer in Nischen schauen“, sagt Born. Statt gestandener Zweitligaspieler verpflichtete Paderborn überwiegend Fußballer aus der Regionalliga. Lediglich Rolf-Christel Guié-Mien hat Erstliga-Erfahrung.

Paderborn fehlt nur ein Punkt

Umso wichtiger sei es, den eher Unerfahrenen den Rücken zu stärken. „Da gehört auch der Mut dazu, einem Spieler wie Alban Meha die Chance zu geben“, sagt Born. Der Albaner Meha wechselte vergangenen Sommer von Viertligist Eintracht Trier an die Pader und ist inzwischen zweitbester Torschütze des Teams (fünf Tore).

Nur ein Punkt trennt Paderborn vor dem Gastspiel am Samstag bei Alemannia Aachen von der Top-Position.

Da wagt selbst der immer um Bodenhaftung bemühte Schmidt den Blick nach oben: „Ich werde mich nicht hinstellen und erklären, ein Aufstieg wäre illusorisch.“ (dpa)

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