Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Japans Premier vor Olympia im Umfragetief: 1000 Corona-Neuinfektionen - Auch Athleten betroffen

Kurz vor den Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach wie vor hoch. Doch Japans Ministerpräsident zieht die Spiele durch.

Tokio - Für Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga sind die Olympischen Spiele in Tokio zum politischen Drahtseilakt geworden. Einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge fiel die Zustimmung für Sugas Kabinett auf 35,9 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr. 49,8 Prozent lehnen seine konservative Regierung ab.

Es ist ein Beleg für die Unzufriedenheit im Volk, weil Suga trotz der andauernden Corona-Pandemie die Spiele durchziehe. Am Sonntag (18.07.2021) meldete Tokio 1008 Neuinfektionen und damit am fünften Tag in Serie mehr als 1000. Wenige Tage vor Beginn der Spiele herrscht in Japan die Sorge vor einer nunmehr fünften Corona-Welle.

Olympia in Tokio: Corona bei Athlet:innen festgestellt

Suga, dessen Amtszeit als Partei- und damit Regierungschef am 30. September endet, muss spätestens am 21. Oktober Unterhauswahlen ansetzen. Er hofft laut politischen Beobachtern, dass die Olympischen Spiele trotz der Pandemie erfolgreich verlaufen und sich die Stimmung im Volk doch noch dreht. Dies könnte ihm Rückenwind für die Wahl zum LDP-Parteichef und die anstehenden Wahlen zum Parlament verschaffen.

Derweil hat Corona längst die Athlet:innen im Olympischen Dorf erreicht, selbst ein IOC-Mitglied sitzt in Quarantäne: Die Geister-Sommerspiele im Notstandsgebiet Tokio drohen vollends zur gefährlichen Farce zu werden. Die Kritik am Internationalen Olympischen Komitee nimmt angesichts täglich neuer Pandemie-Meldungen und der Angst vor einem Covid-19-Cluster rasant zu, doch der deutsche Sport reagiert vor dem Abflug des „Teams D“ noch gelassen.

Corona-Fälle im Olympischen Dorf: Schock für Olympia

Die Mitteilung der lokalen Organisatoren, derzufolge zwei Sportlerinnen und/oder Sportler in der riesigen Wohnanlage positiv getestet wurden, war fünf Tage vor Start der Spiele dennoch der nächste Schock für Olympia. „Eine Nation und eine Disziplin“ seien betroffen, sagte Tokio-2020-Sprecher Masa Takaya, ohne weitere Einzelheiten zu nennen: „Sie befinden sich auf ihren Zimmern und werden mit Mahlzeiten versorgt.“ Zudem wurden sieben weitere Fälle bestätigt, darunter fünf Olympia-Mitarbeiter und ein Journalist. (ktho/dpa/sid)

Rubriklistenbild: © Yuri Kageyaman / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare