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Kentaro Kobayashi, ehemaliger Kreativdirektor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio.
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Kentaro Kobayashi, ehemaliger Kreativdirektor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio.

Olympia 2021

Nach Witzen über Holocaust: Tokio feuert Direktor der Eröffnungsfeier

Die Eröffnungsfeier zu den Olympischen Spielen in Tokio steht unter keinem guten Stern. Nach Sexismusvorwürfen steht nun auch Antisemitismus im Raum.

Tokio - Kentaro Kobayashi, der Direktor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio, ist wegen Witzen über den Holocaust entlassen worden. Das Organisationskomitee gab das einen Tag vor der Zeremonie bekannt. Der gefeuerte Kentaro Kobayashi ist japanischer Comedian und hatte im Jahr 1998 in einer Show antisemitische Sprüche benutzt. Die Videos zirkulierten zuletzt verstärkt im Internet.

„Es ist zu Tage getreten, dass Kobayashi während Auftritten in der Vergangenheit Ausdrücke benutzt hat, die sich über einen tragischen Teil der Geschichte lustig gemacht haben“, sagte Seiko Hashimoto, Chefin des Organisationskomitees der Sommerspiele in Tokio.

Olympia in Tokio: Plus-Size-Model sollte als Schwein auftreten

Anfang der Woche hatte der japanische Musiker Cornelius erklärt, auf seinen Auftritt bei der Eröffnungsfeier bei Olympia 2021 am Freitag (23.07.2021) zu verzichten. Der J-Pop-Künstler, der mit bürgerlichem Namen Keigo Oyamada heißt, zog sein Engagement nach starker öffentlicher Kritik an früheren Aussagen von ihm zurück. Zuvor waren Videos aus den 90er-Jahren aufgetaucht, in denen Oyamada ohne erkennbare Reue darüber spricht, wie er früher behinderte Mitschüler gemobbt habe.

Es hatte bereits im März Aufregung um die Inszenierung der Eröffnungsfeier gegeben. Kreativdirektor Hiroshi Sasaki war zurückgetreten, nachdem er geplant hatte, ein Plus-Size-Model als „Olympig“ - als olympisches Schwein - bei der Eröffnungsfeier ins Stadion einschweben zu lassen. (ktho/sid)

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