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Die Curling-Anlage in Peking für die Olympischen Winterspiele. Die Zuschauerränge werden sich auch während der Spiele nicht füllen.
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Die Curling-Anlage in Peking für die Olympischen Winterspiele. Die Zuschauerränge werden sich auch während der Spiele nicht füllen.

Winterspiele im Fokus

Olympia 2022: USA planen diplomatischen Boykott - Peking verschärft Maßnahmen

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Die Olympischen Winterspiele in Peking werfen ihren Schatten voraus.

Peking - In weniger als 100 Tagen beginnen die Olympischen Winterspiele in Peking. Doch im Vorfeld zu Olympia macht vor allem die globale Corona-Pandemie den Veranstaltern zu schaffen. In Peking wurden nun die Corona-Restriktionen für alle Besucher:innen verschärft. Seit heute (Mittwoch, 17.11.) müssen alle Menschen, die die chinesische Hauptstadt besuchen wollen, einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter ist als 48 Stunden. Inlandsflüge innerhalb von China nach Peking sind entweder gestrichen oder deutlich eingeschränkt worden.

China hat die Corona-Pandemie längst noch nicht überwunden. Mehr als 100 Städte der Volksrepublik gelten als Risikogebiete. In Peking meldeten die Behörden dagegen in den vergangenen Wochen sehr wenige Neuinfektionen. „Das Virus darf nicht nach Peking eingeschleppt werden und es darf sich nicht in Peking ausbreiten“, begründete der Sprecher der Stadtverwaltung, Xu Heijian, die Verschärfungen bei einer Pressekonferenz. Insgesamt sind die Corona-Fallzahlen in China nach wie vor deutlich niedriger als in den meisten anderen Ländern der Welt.

Olympia 2022 in Peking: Strenge Corona-Maßnahmen in der ganzen Stadt

Daran soll sich auch durch die Olympischen Winterspiele 2022 nichts ändern. Zu dem sportlichen Großereignis vom 4. bis zum 20. Februar 2022 sind keine Zuschauer:innen aus dem Ausland zugelassen. Alle rund 2900 Athlet:innen müssen gegen das Coronavirus geimpft sein. Zudem sollen alle jeden Tag getestet werden.

Bereits seit März 2020 gibt es in China wegen der Corona-Pandemie strikte Grenzkontrollen. Dadurch wurden Familien getrennt, Chines:innen, die im Ausland gearbeitet hatten, durften nicht heimkehren. Dieses Jahr wurden die Einreise-Restriktionen leicht gelockert. Wochenlange Quarantäne und wiederholte Corona-Tests sind aber weiterhin Pflicht.

Olympia 2022: Biden-Regierung plant diplomatischen Boykott der Winterspiele

Nun aber sorgen neben Corona andere Meldungen für Unruhe vor Olympia 2022. In den USA gewinnt die Idee eines „diplomatischen Boykotts“ der Winterspiele an Momentum. Wie die Washington Post berichtet, werden weder Joe Biden noch andere hochrangige Regierungsmitglieder zu den Spielen nach Peking reisen. Das wiederum würde dem Weißen Haus die Möglichkeit geben, auch während der Winterspiele auf chinesische Menschenrechtsverletzungen hinzuweisen, wie beispielsweise die Unterdrückung der Uiguren im Westen des Landes.

Die Biden-Regierung hat sich bislang zu einem derartigen „diplomatischen Boykott“ nicht geäußert, ihn aber auf Nachfrage der Washington Post auch nicht dementiert. Biden selbst hatte zuletzt bei einem virtuellen Treffen mit Xi Jinping die gute Beziehung zu dem chinesischen Staatspräsidenten gelobt. Doch mehr als gegenseitige Freundschaftsbekundungen waren aus den Beratungen bislang nicht entstanden.

Zu den prominenten Unterstützern eines amerikanischen diplomatischen Boykotts der Olympischen Winterspiele in China gehört Mitt Romney. Der Senator der Republikaner aus dem US-Bundestaat Utah erklärte auf Twitter den Vorteil einer solchen Maßnahme: „Ich spreche mich schon lange für einen diplomatischen Boykott der Peking-Spiele aus. Das würde eine starke Nachricht an die [kommunistische Partei Chinas] senden, ohne unsere Athleten zu bestrafen.“ (Daniel Dillmann mit afp)

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