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Olympia 2022 in Peking „nicht durchführbar“ – Wintersport-Olympiasieger wird deutlich

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Von: Sophia Lother

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Vor den Olympischen Spielen in Peking 2022
Sollten die Olympischen Spiele in Peking verschoben werden? Sport-Legende Georg Hackl hat eine klare Meinung. © Jae C. Hong/dpa

Der aus dem Rodel-Sport bekannte Georg Hackl wählt angesichts der sich nahenden Olympischen Spiele in Peking deutliche Worte.

Peking – Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt fiebern Olympia 2022 entgegen. Bald ist es so weit, am 4. Februar wird das Olympische Feuer entzündet. Bis zur Abschlussfeier am 20. Februar werden nach dem Zeitplan für Olympia 2022 in Peking 109 Wettkämpfe ausgetragen.

Doch immer wieder wird Kritik an den Spielen laut. Erst kürzlich wurde bekannt, dass China den Olympia-Ticketverkauf stoppte. Grund dafür sei die „komplizierten Corona-Situation“. Nur noch ausgesuchte Gäste werden zugelassen. Athletinnen und Athletin sollen in Peking weitestgehend abgeschottet werden, um eine Ausbreitung der Omikron-Variante zu verhindern. Nun hat sich ein Idol des Rodelsports mit drastischen Worten zur Austragung der Spiele in China geäußert.

Rodel-Ikone Georg Hackl kritisiert Olympia 2022 in China

Der Ex-Rodler und dreimalige Olympiasieger Georg Hackl plädiert für eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Peking. In einem Interview mit der Welt am Sonntag wurde er gefragt, ob er selbst nach Peking gefahren wäre. Hackl betont, dass es für junge Sportler ein kritisches Dilemma sei. Es sei nicht fair, sie vor eine solche Wahl angesichts der Pandemie zu stellen, schließlich hätten viele vielleicht nur diese eine Chance auf Olympia. „Vor zwei Jahren war es möglich, die Sommerspiele in Tokio zu verschieben. Warum geht das im Winter, wenn Corona ohnehin noch schlimmer wütet, plötzlich nicht?“, fragt er.

Auch angesichts der strengen Corona-Regeln bei Olympia sieht er eine Durchführung äußert kritisch. „Gerade in einem Gastgeberland, das derart drastisch mit der Pandemie umgeht, bei PCR-Tests deutlich niedrigere Grenzwerte als in Deutschland ansetzt, Sportler noch kurz vor dem Start von der Eisbahn holt und in Quarantäne sperrt, ist ein Großereignis wie Olympia doch überhaupt nicht durchführbar“, erklärt er gegenüber der Zeitung.

Olympia 2022 in Peking in der Kritik: Georg Hackl plädiert für Verschiebung

Für ihn ergebe es keinen Sinn, denn eine Infektionswelle unter den Sportlerinnen und Sportlern in China können nicht komplett ausgeschlossen werden. Womöglich könnten viele dann nicht starten. Damit quäle man alle Beteiligten, so die Rodel-Legende.

Für ihn sei Peking die falsche Wahl gewesen, erklärt Hackl weiter. „Das IOC veranstaltet die Spiele. Von diesem mächtigen Verband erwarte ich, dass er bei der Auswahl des Gastgebers Sorge dafür trägt, eine Situation wie nun mit Peking überhaupt gar nicht zuzulassen“, sagt er. Angesichts des Renommees von China und der Forderung vieler nach einem Olympia-Boykott fügt er hinzu: „Das IOC, dem eine weltweite Vorbildfunktion zukommt, hat ein falsches Signal gesendet.“ (slo)

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