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Bei den Olympischen Winterspielen in Peking treten zahlreiche Deutsche an.
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Bei den Olympischen Winterspielen in Peking treten zahlreiche Deutsche an.

Winterspiele

Olympia 2022: Darum werden die Olympischen Spiele in Peking boykottiert

  • Joshua Schößler
    VonJoshua Schößler
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Vom 4. bis zum 20. Februar finden in Peking die Olympischen Winterspiele statt. Warum sie umstritten sind, erfahren Sie hier.

Peking – Im Februar finden in Peking die Olympischen Winterspiele 2022 statt. Doch sie sind umstritten: Zahlreiche Länder haben bereits angekündigt, Olympia 2022 zu boykottieren.

Olympia 2022: Darum fordern Staaten den Boykott der Winterspiele in Peking

So haben unter anderem die USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien bereits angekündigt, keine Regierungsvertreter nach Peking zu entsenden. Auch in der EU und Deutschland wird ein politischer Boykott diskutiert. Sportler:Innen hingegen sollen an dem Großereignis teilnehmen dürfen. Doch warum werden die Olympischen Winterspiele boykottiert?

Hintergrund ist in erster Linie die Menschenrechtslage in China. Insbesondere die Unterdrückung ethnischer und religiöser Minderheiten wie die Tibeter:innen und Uigur:innen stehen hier im Vordergrund. So wurde im Jahr 1959 das tibetische Hochplateau im Himalaya von China annektiert. Seitdem kontrolliert Peking die Wirtschaft vor Ort und betreibt laut Menschenrechtsorganisationen Raubbau an der Umwelt durch Abholzung der Wälder, Straßenbau und das Betreiben von Minen. Die tibetische Bevölkerung, von deren Kultur heute kaum noch etwas übrig ist, wird von diesen wirtschaftlichen Entwicklungen ausgeschlossen.

Olympia 2022: Zahlreiche Politiker sprechen sich für politischen Boykott der Winterspiele aus

Die in der nordöstlichen Provinz Xinjang lebenden Uigur:innen werden laut Menschenrechtsorganisationen systematisch unterdrückt. So sollen bis zu eine Million Uigur:innen in Lagern festgehalten und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sein. Dabei geht es unter anderem um Zwangsarbeit und massenhafte Zwangssterilisierung uigurischer Frauen

Daher wollen Politiker:innen ein Zeichen setzen und auf eine Reise nach Peking verzichten. Es handelt sich hierbei also um einen politischen beziehungsweise diplomatischen Boykott.

NameXXIV. Olympische Winterspiele
AustragungsortPeking (China)
StadionNationalstadion Peking
Eröffnungsfeier4. Februar 2022
Schlussfeier20. Februar 2022
Disziplinen15 (7 Sportarten)
Wettkämpfe109

Bislang gibt es in Deutschland zwar keinen offiziellen Boykott-Beschluss der Bundesregierung, allerdings haben sich bis zum Anmeldeschluss Mitte November 2021 laut Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) keine Regierungsvertreter:innen um einen Platz auf der Longlist der Reise nach Peking beworben. So ließ auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verkünden, auf die Reise nach Peking zu verzichten. Der russische Staatschef Wladimir Putin hingegen sagte hingegen, er werde an den Olympischen Winterspielen teilnehmen. So hat er auch eine persönliche Einladung des chinesischen Staatschefs Xi Jinping angenommen.

Olympia 2022: Olaf Scholz äußerte sich bislang nicht konkret zu einem Boykott der Winterspiele

Der kürzlich ernannte deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich bisher nicht konkret zu seiner Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Peking geäußert und stattdessen die Wichtigkeit von Absprachen betont. Die neue deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) wiederum äußerte, dass sie für eine gemeinsame europäische Haltung beim Thema Boykott der Olympischen Spiele eintrete.

In Frankreich wiederum ließ man verkünden, sich nicht am Boykott zu beteiligen. So werde die französische Sportministerin Roxana Maracineanu nach Peking reisen. Allerdings finden in Paris 2024 die Olympischen Sommerspiele statt. So könnte die Entscheidung, sich nicht am Boykott beteiligen zu wollen, auch etwas damit zu tun haben, eine Konfrontation mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vermeiden zu wollen. (Joshua Schößler)

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