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Olympia: Deutsche Rennrodlerin stürzt schwer – Gold-Medaillentraum geplatzt

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Von: Andreas Apetz

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Olympia 2022 in Peking - Rodeln
Die Rodlerin Julia Taubitz aus Deutschland liegt nach einem Sturz am Boden. © Robert Michael/dpa

Für die deutsche Rennrodlerin Julia Taubitz ist der Traum von der Goldmedaille bei Olympia 2022 geplatzt. Die 25-Jährige stürzte bei einem Fahrfehler im zweiten Durchgang.

Peking – Bei den Olympischen Winterspielen in Peking hat Deutschland Favoriten-Status, was das Rodeln angeht. Einer der Gründe dafür ist Julia Taubitz. Die 25-Jährige ist Gesamtweltcup-Siegerin und zeigte in allen Probeläufen eine tadellose Leistung. Den ersten Durchgang am Montagmittag (07.02.2022) meisterte die Weltcupsiegerin noch fehlerfrei. Dort verbesserte sie den gerade zuvor von Teamkollegin Natalie Geisenberger aufgestellten Bahnrekord auf 58,345 Sekunden.

Als Erstplatzierte ging Taubitz am Nachmittag in den zweiten Lauf. Ein Fahrfehler mit fatalen Folgen kostet der Goldmedaillen-Anwärterin nun den Olympiasieg. Unter Tränen muss die 25-Jährige nun die hochgesteckten Ziele für Olympia 2022 begraben.

Olympia 2022: Rennrodeln der Frauen im Einsitzer – Schwerer Sturz lässt Taubitz Olympia-Traum verpuffen

Es ist wirklich bitter für Julia Taubitz und das deutsche Rennrodel-Team der Frauen. Die Goldmedaille für Taubitz gehörte bis vor kurzem zu den sicher geglaubten Erfolgen des deutschen Sportteams in Peking. Doch schon im zweiten der vier Einsitzer-Durchgänge muss sich die Rennrodlerin aus dem Erzgebirge von ihrem Olympia-Traum verabschieden.

Mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde schoss Taubitz zunächst fehlerfrei durch den Eiskanal. „Auf geht‘s! Lauf zwei Richtung Olympia-Gold!“, kommentierte ZDF-Experte Peter Grube. Es sah alles nach einer weiteren Bestzeit aus. Mit fast einer halben Sekunde Vorsprung auf die Erstplatzierte aus Russland glitt Taubitz in Richtung Zielgerade.

Olympia 2022 - Rodeln
Die Rodlerin Julia Taubitz aus Deutschland stürzt und fährt auf dem Bauch durch die Kurve. © Robert Michael/dpa

Eine Kurve trennte die Deutsche von der erneuten Führung, als sie plötzlich ins Straucheln kommt. Eine kleine Berührung mit dem Fahrbahnrand und der Rennrodel kippte. Das nächste Fernsehbild zeigte die 25-jährige Titelanwärterin auf ihrem Helm durch die Bahn schlitternd. Die letzten 100 Meter rutschte Taubitz auf Bauch und Kopf durch den Eiskanal. Weinend wurde sie aus der Bahn begleitet. Verletzt hatte sich die 25-Jährige zwar nicht, der Schmerz dürfte dennoch tief sitzen, denn mit dem Sturz sind die Chancen auf den Olympiasieg dahin.

Rennrodeln bei Olympia: Geisenberger weiterhin deutsche Hoffnung auf Goldmedaille

Für Julia Taubitz ist der Traum vom Olympiagold geplatzt. Mit einer Zeit von 1:58.420 Minuten belegt die deutsche Weltcupsiegerin nur noch Platz 14 in der Gesamtwertung nach zwei von vier Läufen. Doch die Führung des Tableaus liegt weiterhin in deutscher Hand: Die beiden Teamkolleginnen Natalie Geisenberger und Anna Berreiter zeigtem zwei souveräne Durchgänge und belegen die ersten beiden Plätze (1.Platz: Geisenberger, 1:56.825/2. Platz: Berreiter, 1:57.033). Den Platz der Bronzemedaille sichert sich derzeit Tatyana Ivanova aus Russland.

Die Entscheidung beim Rennrodeln im Einsitzer der Frauen gibt es am Dienstagnachmittag (08.02.2022) gegen 14.30 Uhr. Der Zeitplan bei den Olympischen Winterspielen in Peking ist straff. Hier finden Sie alle wichtigen Termine und Entscheidungen, sowie den aktuellen Medaillenspiegel. (aa)

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