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Olympia 2022: Corona-Eklat - Bundestrainer platzt der Kragen

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Von: Nico Scheck

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Olympia
Die Corona-Fälle in Peking vor Olympia 2022 steigen rapide. Nun kommt es zum Eklat. (Symbolbild) © Jae C. Hong/dpa

Am Freitag startet Olympia 2022. Doch obwohl die Corona-Regeln in Peking äußerst streng sind, müssen sich bestimmte Tester offenbar selbst nicht testen lassen.

Peking - Es geht auf die finale Gerade zu. Freitags (04.02.2022) starten die Winterspiele offiziell, Olympia 2022 kann beginnen. Die deutschen Rennrodler und Bobfahrer sind mittlerweile schon in Peking angekommen. Sie gelten als große Medaillenhoffnungen für die Olympischen Winterspiele.

Aufgrund der strengen Corona-Regeln in Peking rund um Olympia 2022 mussten auch sie die aufwändigen Einreisekontrollen über sich ergehen lassen. Die erste Entwarnung kam prompt von Rennrodel-Bundestrainer Norbert Loch gegenüber sportschau.de: „Alle sind wohlauf und keiner ist bei der Ankunft am Flughafen positiv getestet worden.“ Auch Bobfahrer-Bundestrainer René Spies musste keinen Corona-Fall melden. Dafür missfiel ihm etwas anderes gehörig.

Olympia 2022: Dopingtester selbst nicht auf Coronavirus getestet - Spies tobt

Denn: Das Testvorgehen der NADA (Nationale Anti Doping Agentur Deutschland) bei den Dopingtests bereitet Bundestrainer Spies Bauchschmerzen. „Die Tester waren nicht getestet. Das ist bei all dem Aufwand, den wir betreiben, nicht zu verstehen“, wetterte Spies gegenüber sportschau.de. Laut Spies müssen sich die Kontrolleure der NADA vor den Dopingtests nicht auf Corona testen lassen. Dabei säßen diese „manchmal 15 oder 20 Minuten im Hotelzimmer und bereiten den Test vor. Und wir wissen nicht, ob die sicher sind“, polterte der Bundestrainer weiter.

Insbesondere im Hinblick auf den eigenen Aufwand, „um nicht positiv getestet zu werden“, nerve das „extrem“. „Essen, leben und trainieren in drei Gruppen, verzichten auf soziale Kontakte und unsere Familien, und dann sind die, die uns eigentlich schützen sollen, nicht getestet. Da fühlen wir uns in diesem Jahr total im Stich gelassen“, zeigte sich Spies fassungslos.

Bundestrainer Rene Spies übt scharfe Kritik an der NADA.
Bundestrainer Rene Spies übt scharfe Kritik an der NADA. (Archivbild) © Tobias Hase/dpa

Corona bei den Winterspielen: Georg Hackl darf nicht in Peking einreisen

Da wirkt es beinahe grotesk, dass die deutsche Rodel-Legende Georg Hackl vorerst nicht in Peking einreisen darf. Hintergrund: Hackl gilt als Kontaktperson für einen Corona-Fall. Er muss sich zunächst isolieren, eine Einreise nach Peking noch vor dem Olympia-Start ist aber weiterhin denkbar.

„Ich habe danach einen PCR-Test gemacht und war negativ, bleibe aber in den nächsten Tagen dennoch zu Hause und versuche, mich so gut es geht zu isolieren“, verriet Hackl bei t-online.de. Nun brauche er zwei negative PCR-Tests innerhalb von 24 Stunden. Schon am Dienstag könnte er nachreisen. Hackl ist mittlerweile Techniktrainer der deutschen Rodler.

Corona-Fälle bei Olympischen Winterspielen steigen rapide

Unterdessen steigt die Zahl der Corona-Fälle in Peking bei Olympia 2022 rapide. Wie das Organisationskomitee am Montag (31.01.2022) laut des Bayerischen Rundfunks mitteilte, wurden allein am Sonntag (30.01.2022) 28 Einreisende positiv auf das Coronavirus getestet, darunter acht Athleten oder Teammitglieder.

Nicht jedoch bei den Rodlern und Bobfahrern. Schon montags ging es für Spies und seine Mannschaft zum ersten Mal ins Yanqing National Sliding Center, Bahnbegehung. Der Zeitplan für Olympia 2022 steht. nc

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