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Biathlon-Stars und die Angst vor Corona: „Dann ist es mit Olympia vorbei“

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Von: Melanie Gottschalk

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So kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking würde eine Corona-Infektion das Aus bedeuten.
So kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking würde eine Corona-Infektion das Aus bedeuten. © Thomas Bachun/imago

Kurz vor Olympia 2022 haben einige Biathlon-Stars Angst vor einer Corona-Infektion. Denn dann wären die Winterspiele gelaufen. 

Peking - Nur wenige Wochen vor Olympia 2022 geht bei den deutschen Biathlon-Stars die Corona-Angst um. Eine Infektion mit dem Virus würde wohl gleichbedeutend mit dem Aus bei den Winterspielen sein. Die beste deutsche Biathletin, Franziska Preuß, hatte sich vor über zwei Wochen infiziert, kämpft aber immer noch mit den Folgen. „Franzi geht es noch nicht ganz so optimal. Sie hat mit ihrer Corona-Infektion noch kleinere Probleme“, sagte Frauen-Trainer Kristian Mehringer im ZDF: „Sie ist noch nicht so im Training, schade.“

Am vergangenen Mittwoch (12.01.2022) folgte dann der positive Corona-Test von Johannes Kühn. Biathlet Erik Lesser ist deshalb in Sorge: „Es kann sich kein Sportler erlauben, jetzt in Quarantäne zu gehen. Dann ist es mit Olympia vorbei“, sagte der 33 Jahre alte Sportler.

Da kann ihm Benedikt Doll nur beipflichten: „Man passt sehr auf, es ist schon belastend. Man muss sich so viele Gedanken machen, mit wem man Kontakt haben kann und so weiter.“ Die beiden deutschen Biathleten kommen immer besser in Form, belegten Platz zwei und sechs im Sprint von Ruhpolding.

Olympia 2022: Corona-Infektion würde Pläne zunichte machen

Deshalb steigt natürlich die Hoffnung auf eine Medaille bei Olympia 2022 in Peking. Eine Corona-Infektion würde all diese Pläne auf den Kopf stellen. Benedikt Doll mied seine Eltern sogar in Ruhpolding, wo sie vor Ort waren. „Ich werde meine Eltern auch meiden. Wir haben telefoniert und uns mal 15 Minuten zum Spaziergang getroffen. Ich wollte mit ihnen essen gehen, aber das habe ich abgesagt, weil es ein zu großes Risiko ist“, sagte der Biathlet.

Ähnlich geht es auch Erik Lesser. Er geht so kurz vor Olympia 2022 nicht mal mehr in den Supermarkt, sondern lässt sich die Lebensmittel nach Hause liefern. „Zu Hause fühle ich mich relativ sicher. Wir sind alle zu Hause 2-G-plus und wir haben familiär eigentlich keine Kontakte“, sagte er. Die einzige Unsicherheit sei der Kindergarten.

Olympia 2022 nicht so unbeschwert, wie sonst

Unbeschwert wie sonst wird Olympia 2022 in Peking wohl aber nicht. Daran ist nicht nur Corona Schuld, sondern auch die Vergabe der Spiele nach China. Für Erik Lesser hätten sowohl das Internationale Olympische Komitee (IOC) als auch die Politik anders handeln müssen: „Man muss sich die Frage stellen, wie solche Länder überhaupt eine Bewerbung abgeben können? So etwas kann man als Sport beeinflussen“, sagte der 33-Jährige. Auch Politiker seien dafür da, „um Druck aufzubauen und gegen die Missstände anzugehen“. Konkret geht es vor allem um die Menschenrechtslage in China, die Lesser aufs Schärfste verurteilt. Von einem Boykott von Olympia 2022 hält er allerdings wenig. (msb)

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