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Medaillenspiegel bei Olympia 2021: So schummelten sich die USA zur Führung

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Ryan Crouser aus den USA gewinnt bei Olympia 2021 die Goldmedaille im Kugelstoßen.
Ryan Crouser aus den USA gewinnt bei Olympia 2021 die Goldmedaille im Kugelstoßen. © Michael Kappeler/dpa

Medien in den USA bewerten den Medaillenspiegel anders und setzen das US-amerikanische Team so an die Spitze. Am Schluss ist das aber egal.

Tokio - Olympia 2021 in Tokio ist nun Geschichte. Bis Sonntag (08.08.2021) kämpften Athlet:innen aus aller Welt bei den Spielen in 339 Wettbewerben um Medaillen. Wichtig für das Ablesen der Erfolge ist der Medaillenspiegel, den es zu jeden Olympischen Spielen gibt.

Bis zum Schlusstag lag China ganz vorne (Stand 07.08.2021, 17.00 Uhr), gefolgt von den USA und Gastgeber Japan. Deutschland steht im Ranking der Olympischen Spiele in Tokio auf dem neunten Platz.

Olympische Spiele 2021 in Tokio: Wirbel um Medaillenspiegel

Nun gab es zwischendurch aber Wirbel um die Zählweise der Medaillen bei Olympia 2021. Normalweise ist es so, dass zuerst die Goldmedaillen gezählt werden, bei Gleichstand die Silbermedaillen und dann erst die Bronzemedaillen - so handhabt es auch das IOC selbst. Chinas Athlet:innen lagen mit den meisten Goldmedaillen lange an der Spitze - völlig egal, wie viele silberne und bronzene Medaillen errungen worden waren.

Olympia 2021: US-Medien überraschen mit Zählung der Medaillen

Doch plötzlich taucht eine ganz andere Zählweise der Medaillen bei den Olympischen Spielen in Tokio auf. Die stammt - bezeichnenderweise - auch noch aus den USA. Verschiedene US-Medien, darunter die New York Times, der Fernsehsender NBC und die Washington Post, wenden diese neue Zählweise an.

Nach dieser werden bei Olympia 2021 nicht zuerst die Goldmedaillen gezählt, sondern die Gesamtzahl des bei den Spielen errungenen Edelmetalls. Baut man den Medaillenspiegel nach dieser Zählweise auf, dann lag das Team aus den USA schon früh an der Spitze. Die Volksrepublik China rutschte knapp auf den zweiten Platz. Die neue Zählweise wurde vor allem im Internet stark kritisiert.

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio des Janerio standen am Ende die USA auf Platz eins des Medaillenspiegels. Platz zwei ging an Großbritannien, Platz drei an China. Vier Jahre zuvor bei den Sommerspielen in London waren es ebenfalls die USA, die den Spitzenplatz errangen, gefolgt von China und Großbritannien. 2008 in Peking führte kein Weg an China vorbei. Platz zwei ging damals an die USA, Platz drei an Russland.

Und in Tokio 2021? Liegen am Ende wieder die USA vorne - egal, welche Zählweise angewandt wird. (red)

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