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Tokio 2021

Olympia 2021: Japans Premier stellt wegen Corona Forderungen an das IOC

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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In Tokio beginnen bald die Olympischen Sommerspiele 2021. Angesichts der Corona-Lage im Land ist nicht jeder glücklich darüber.

Tokio - Japans Premierminister Yoshihide Suga hat in einem Gespräch mit IOC-Präsident Thomas Bach das Internationale Olympische Komitee in die Pflicht genommen, die Sicherheit der Bevölkerung in der Pandemie zu gewährleisten. Neun Tage vor der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Tokio sagte Suga, er hoffe als Gastgeber, „dass das IOC sich bemüht“, dass die Athlet:innen und alle anderen Teilnehmer:innen die Beschränkungen für den Kontakt mit der japanischen Bevölkerung einhalten.

Bach erwiderte, dass die Corona-Maßnahmen funktionieren, und versprach, dass die japanische Bevölkerung durch die Spiele keinem Risiko ausgesetzt würden. Nach IOC-Angaben seien unter den bislang mehr als 8.000 nach Japan eingereisten Akkreditierten für Olympia 2021 nur drei positiv getestete gewesen, die umgehend isoliert worden seien. Zudem betonte das IOC, die hohen Impfquoten unter den Athletinnen und Athleten, den Funktionär:innen und Journalist:innen.

Olympia 2021: Thomas Bach spielt das Risiko Corona herunter

Lieber als über das Risiko der Sommerspiele als ein mögliches Superspreader-Event, von dem Bach auch in der Vergangenheit gerne abgelenkt hat, sprach Thomas Bach über die Chancen, die er in der Austragung trotz steigender Corona-Infektionen in Tokio und weltweit sieht. „Die Spiele werden die Welt in all unserer Vielfalt vereinen“, zitierte das IOC den Präsidenten nach dem Gespräch mit Suga: „Sie werden zeigen, dass wir gemeinsam stärker sind in all unserer Solidarität.“

Höflichkeitsbesuch: Thomas Bach (li.) trifft Yoshihide Suga, Ministerpräsident von Japan.

Eine Mehrheit der Japaner:innen hatte sich in Umfragen bis zuletzt für eine Absage oder erneute Verschiebung der Spiele ausgesprochen. Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus wieder auf mehr als 1.000 Fälle gestiegen. Am Mittwoch (14.07.2021) registrierte die Hauptstadt 1.149 neue Infektionen binnen eines Tages, wie örtliche Medien meldeten. Damit liegt diese Zahl erstmals seit rund zwei Monaten wieder über der Marke von 1.000 Fällen, obwohl seit Beginn dieser Woche der inzwischen vierte Notstand in Tokio herrscht.

Die Sorge in der Bevölkerung ist, dass die Olympischen Spiele zu einem Superspreader-Ereignis werden könnten. Zuschauer:innen sind daher von den olympischen Wettbewerben in Tokio komplett ausgeschlossen. Nur unmittelbar an Olympia beteiligten Aktiven und Medienvertreter:innen aus dem Ausland ist die Einreise gestattet.

Olympia 2021: Besuch von Bach in Hiroshima stößt auf Protest

Auch mit einer anderen Aktion stößt der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees auf Kritik. Trotz Protesten will Thomas Bach vor den Olympischen Spielen die Stadt Hiroshima besuchen. Bach werde anlässlich des Olympischen Friedens an diesem Freitag nach Hiroshima fahren und an der Gedenkstätte im Friedenspark einen Kranz niederlegen, teilten die Olympia-Organisation am Mittwoch mit.

Eine Online-Petition gegen Bachs Besuch wurde bis Mittwoch von mehr als 50.000 Menschen unterzeichnet. Ungeachtet dessen teilten die Olympia-Organisator:innen mit, der IOC-Chef werde im Friedenspark auch das Museum, das die Auswirkungen des Atomwaffeneinsatzes dokumentiert, besuchen. Er wird von Japans Organisationschefin Seiko Hashimoto begleitet. Zeitgleich reise der Chef der Koordinierungskommission des IOC, John Coates, nach Nagasaki und werde das dortige Atombombenmuseum und die Friedens-Gedächtnishalle besuchen, hieß es. (skr mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Kimimasa Mayama/dpa

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