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Siege in der Nacht

Das war die Nacht bei Olympia 2021: Wellbrock schwimmt zu Gold – Kajak-Zweier holt Silber

  • VonPia Ewald
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Florian Wellbrock triumphiert zum Abschluss der Schwimm-Wettkämpfe im Freiwasser.  Das Kajak-Duo Max Hoff und Jacob Schopf gewinnt Silber.

Tokio – Florian Wellbrock konnte sein Glück kaum fassen. „Das ist mein persönliches Sommermärchen“, sagte der neue Olympiasieger im ZDF: „Das Ziel war eine Medaille, auf Gold hatte ich nicht spekuliert. Vielleicht habe ich den kleinen Dämpfer über 800 m gebraucht, um heute so stark zurückzukommen.“ In seinem ersten Beckenwettbewerb hatte Wellbrock bis 50 Meter vor dem Ziel geführt, als Vierter aber das Podium verpasst.

Nun aber hat Wellbrock Olympia-Gold im Freiwasser gewonnen. Im Zehn-Kilometer-Rennen im Odaiba Marine Park in der Bucht von Tokio schlug der 23-Jährige aus Magdeburg mit deutlichem Vorsprung vor dem ungarischen Fünf-Kilometer-Weltmeister Kristof Rasovszky (+25,3) und dem italienischen Europameister Gregorio Paltrinieri (+27,4) an. Am vergangenen Sonntag war Wellbrock zum Abschluss der Beckenwettbewerbe auf Platz drei über 1500 Meter Freistil geschwommen.

Florian Wellbrock präsentiert stolz die Goldmedaille.

Olympia 2021: Silber für Hoff/Schopf im Kajak-Zweier

Am frühen Morgen deutscher Zeit bescherte der Kajak-Zweier den deutschen Rennsport-Kanuten die zweite Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio. Routinier Max Hoff (38) und Youngster Jacob Schopf (22) mussten sich im Finale über 1000 Meter nur den Australiern geschlagen geben und sicherten sich den zweiten Platz. Bronze ging auf dem Sea Forest Waterway an Tschechien. Für Max Hoff ist Tokio bereits die vierte Olympia-Teilnahme.

„Ich freue mich tierisch über Silber. Ich freue mich auch für Jacob, der mit Silber auch zufrieden ist“, sagte Hoff (38) nach seinem letzten großen Rennen. „Ich durfte ihn auf seinem letzten Ritt begleiten“, sagte Schopf (22) in der ARD und rührte seinen Teamkollegen damit zu Tränen. „Es war ein harter, ein geiler Weg“, sagte Schopf.

Max Hoff und Jacob Schopf bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021.

Olympia 2021: Hockeyspieler verpassen Medaille

Im Feldhockey ist die Medaillenserie der deutschen Männer gerissen. Nach der unglücklichen Niederlage im Halbfinale unterlag Rekord-Olympiasieger Indien im Spiel um Bronze mit 4:5 (3:3) und holte damit erstmals seit den Sommerspielen 2000 in Sydney kein olympisches Edelmetall.

Timur Oruz (2.), Niklas Wellen (24.) und Benedikt Furk (25.) brachten das deutsche Team im Spiel um Platz drei zwar mit 3:1 in Führung, doch Indien drehte mit vier Treffern binnen neun Minuten die Begegnung. Mehr als das Anschlusstor durch Lukas Windfeder (48.) gelang nicht mehr. 2008 und 2012 hatten die deutschen Hockey-Männer die olympische Goldmedaille gewonnen, 2004 und 2016 gab es Bronze.

NameSportartMedaille
Max Hoff/Jakob SchopfKajak-Zweier, 100 MeterSilber
Florian WellbrockFreiwasser-Schwimmen, 10 KilometerGold

Tischtennis: Frauen verlieren Spiel um Bronze

Auch die deutschen Tischtennisspielerinnen haben die erhoffte Medaille im Teamwettbewerb verpasst. Petrissa Solja, Han Ying und Shan Xiaona unterlagen Hongkong im Spiel um Bronze mit 1:3 und gingen nach der zweiten Niederlage hintereinander leer aus. 2016 in Rio hatte die Mannschaft von Bundestrainerin Jie Schöpp noch Silber gewonnen.

Solja und Shan Xiaona (Langstadt/Berlin) sorgten für einen perfekten Start, als sie nach verlorenem ersten Satz das Doppel gegen Doo Hoi Kem/Lee Ho Ching mit 3:1 gewannen. Abwehrstrategin Han Ying (Düsseldorf/Tarnobrzeg) verlor anschließend allerdings ihr Einzel gegen Minnie Soo Wai Yam (1:3), auch Sportsoldatin Solja musste sich wie schon im Olympia-Viertelfinale 2016 der erfahrenen Doo geschlagen geben (0:3).

Einen Tag nach der 0:3-Niederlage gegen China gelang dem deutschen Team im Tokyo Metropolitan Gymnasium kein Comeback mehr. Shan (Berlin) vergab beim 0:3 gegen Soo in den ersten beiden Durchgängen insgesamt drei Satzbälle, am Ende fehlte die Kraft.

Siebenkämpferin Schäfer mit empfindlichem Dämpfer im Weitsprung 

Derweil erlitt die Frankfurter Weltklasse-Siebenkämpferin Carolin Schäfer am zweiten Wettkampftag einen empfindlichen Rückschlag. Im Weitsprung kam die 29-Jährige nur auf schwache 5,78 Meter und lag danach auf Rang zwölf. Die Bestleistung der früheren WM-Zweiten und Olympia-Fünften steht bei 6,57 Metern.

Anschließend erzielte Schäfer 54,10 Meter im Sperrwerfen und verbesserte sich nach sechs Disziplinen in der Gesamtwertung auf den siebten Platz mit 5524 Punkten. Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf führt die Belgierin Nafissatou Thiam mit 5912 Zählern. (red)

Rubriklistenbild: © Oliver Weiken/dpa

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