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Im olympischen Schwimmteam der Polen ist es zu einer Panne gekommen. (Symbolbild)
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Im olympischen Schwimmteam der Polen ist es zu einer Panne gekommen. (Symbolbild)

Skandal

Panne im polnischem Schwimmteam – Sechs Athlet:innen müssen Olympia verlassen

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Beim olympischen Schwimmteam der Polen ist es zu einem Skandal gekommen. Sechs Athlet:innen müssen wieder nach Hause fliegen.

Tokio – Das große Ziel vieler Sportler:innen ist es, einmal im Leben an Olympischen Spielen teilzunehmen. Nur alle vier Jahre gibt es die Möglichkeit, auf die Athlet:innen manchmal ihre gesamte Karriere lang hinarbeiten. Im polnischen Schwimmteam ist es vor den Olympischen Spielen 2021 in Tokio zu einer bitteren Meldepanne gekommen, die sechs Schwimmer:innen besonders deprimieren dürfte. Denn sie müssen noch vor Beginn der Spiele wieder ihren Heimweg antreten.

Der Grund: Dem polnischen Schwimmverband ist beim Anmeldeverfahren ein Fehler unterlaufen. Deshalb werden Alicja Tchórz, Bartosz Piszczorowicz, Aleksandra Polańska, Mateusz Chowaniec, Dominika Kossakowska und Jan Hołub nicht bei den Olympischen Sommerspielen 2021 in Tokio um Medaillen kämpfen. Sie wurden alle als Staffelschwimmer:innen in das 23-köpfige Aufgebot berufen, sind aber gar nicht startberechtigt.

Olympia 2021: Schwimmer:innen nicht vom Weltverband bestätigt

Fünf polnische Staffeln haben sich für die Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio qualifiziert, maximal zehn „Relay only“-Athlet:innen hätten mitfahren dürfen. Nominiert wurden aber 14 Staffelkandidat:innen und zudem Schwimmer:innen mit B-Normen. Diese hätte der Weltverband bestätigen müssen – hat er aber nicht.

Für Olympische Spiele qualifizieren sich nur Sportler:innen sicher, welche die A-Norm unterboten haben. Wer die B-Norm erreicht hat, muss – anders als bei Weltmeisterschaften – vom Weltverband bestätigt werden. Da dies bei den Polen nicht der Fall war, mussten sechs Schwimmer:innen wieder den Heimweg nach Polen antreten.

Nach geplatztem Olympia-Traum: Sportler:innen fordern Konsequenzen

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, haben mehrere polnische Schwimmer:innen mittlerweile einen offenen Brief an den Präsidenten des polnischen Schwimmverbandes unterzeichnet, in dem sie den Rücktritt des gesamten Vorstands des Verbandes fordern. Mateusz Chowaniec, der das olympische Schwimmteam der Polen wieder verlassen musste, postete auf Instagram ein Video, in dem er seine Verbitterung über seine Heimkehr ausdrückt: „In der Tat hoffe ich, dass ich endlich aus diesem Albtraum aufwachen werde. Ich bin furchtbar verbittert und es tut mir leid, dass ich wegen der inkompetenten Leute von PZP in Polen und nicht in Japan bin.“

Dem Bericht zufolge habe der polnische Schwimmverband noch versucht, bei der Fina Einzelstarts für Athlet:innen mit der B-Norm zu beantragen. Die Ablehnung dieser Anträge habe der Verband aber erst erhalten, als das Team schon auf dem Weg zu den Olympischen Sommerspielen 2021 nach Tokio war. (msb)

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