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Nowitzki verhandelt in Dallas über seine Zukunft

Der Poker um Basketball-Superstar Dirk Nowitzki ist entbrannt. Ab 6.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit darf am Donnerstag offiziell mit dem Kapitän der Dallas Mavericks über einen Clubwechsel in der NBA verhandelt werden. Die Spielerbörse für die Topstars ist eröffnet.

Dallas. Der Poker um Basketball-Superstar Dirk Nowitzki ist entbrannt. Ab 6.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit darf am Donnerstag offiziell mit dem Kapitän der Dallas Mavericks über einen Clubwechsel in der NBA verhandelt werden. Die Spielerbörse für die Topstars ist eröffnet.

Nowitzki ist neben den Ausnahmespielern wie LeBron James, Dwyane Wade oder Amar'e Stoudemire nur einer von etwa 25 Basketball- Millionären, die wie jedes Jahr als «Unrestricted Free Agent» frei über ihre eigene Zukunft als Spieler - auch weltweit - verhandeln können.

Dafür hat Nowitzki eine Option bei den «Mavs» gezogen und verzichtet vorerst auf die Vertragserfüllung bis 2011 - gleichbedeutend mit 21,5 Millionen Dollar. Die hätte Nowitzki sicher für sein möglicherweise letztes Jahr bei den Texanern bekommen. Damit zählt der Blondschopf erstmals in seiner zwölfjährigen NBA-Karriere nicht mehr zum Dallas-Kader.

Dennoch deutet vieles darauf hin, dass Deutschlands Basketball- Superstar auch in Zukunft bei den Mavericks spielt. Nach Angaben der «Dallas Morning News» (Online-Ausgabe), hat sich Nowitzki auf den Weg nach Dallas gemacht, um dort mit «Mavs»-Präsident Donnie Nelson über seine Zukunft zu verhandeln.

Ursprünglich hatte Nelson geplant, selbst nach Deutschland zu kommen, um Nowitzki von einer Vertragsverlängerung in Dallas zu überzeugen. «Das ist ein wirklich gutes Zeichen», sagte Nelson nun zum Vorhaben seines Superstars, selbst in die USA zu fliegen.

«Ich darf erst morgen früh um 6.00 Uhr darüber reden», hatte Nowitzkis Berater und Freund Holger Geschwindner noch Mittwochmittag gesagt. «Wollen wir doch mal sehen, wer sich da alles so meldet. Ich schätze mal, es geht so um einen 96-Millionen- Marktwert von Dirk.» Das wäre in etwa die Summe für einen Vierjahresvertrag, den Nowitzki bei den «Mavs» unterschreiben könnte.

Der Würzburger hat nun zwei Möglichkeiten: Entweder er verlässt nach der neuerlichen Enttäuschung mit dem frühen Playoff-Aus gegen die San Antonio Spurs den Club, um sich in einem anderen Team den Traum vom NBA-Titel zu verwirklichen. Oder er unterzeichnet bei den «Mavs» jenen Vierjahresvertrag, der ihm rund 96 Millionen Dollar einbringen würde.

Der Vorteil für Nowitzki in diesem Fall: Der Kontrakt behielte auch dann seine Gültigkeit für die komplette Laufzeit, wenn sich die Liga im kommenden Jahr dazu entschließt, die Gehaltsobergrenze für die Spieler in der besten Liga der Welt zu senken. Davon ist auszugehen, weshalb unlängst auch Kobe Bryant seinen Vertrag beim Meister Los Angeles vorzeitig verlängert hat.

Die Tatsache, dass sich Nowitzki nun auf dem Weg nach Dallas befindet, deutet darauf hin, dass sich der Nationalspieler für eine Zukunft in Dallas entschieden hat. Club-Boss Mark Cuban wird nach einer Einigung mit dem Führungsspieler versuchen, Nowitzki einen zweiten Superstar zur Seite zu stellen, um endlich den NBA-Ring nach Texas zu holen. (dpa)

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