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Dennis Schröder hat am Freitag einen aufregenden Tag vor sich.

NBA Draft

Nowitzki drückt Dennis Schröder die Daumen

Der deutsche Basketballer Dennis Schröder träumt bei der NBA-Draft davon, bei den Dallas Mavericks zu landen. Der 1,86 Meter kleine Point Guard gilt als bester deutscher Nachwuchsspieler.

Die Türen zum „Green Room“ bleiben für Dennis Schröder geschlossen. Dort, wo sich die zehn vielversprechendsten Nachwuchstalente mit ihren Agenten und Familien beim NBA-Draft aufhalten, darf der junge deutsche Basketballer nicht. Viel länger als die am höchsten eingestuften Spieler wird der 19-Jährige aber wohl kaum warten müssen, bis auch sein Name aufgerufen wird.

An Position 16 wird der U-20-Nationalspieler beim „Mock Draft“ geführt, der von Experten prognostizierten Reihenfolge bei der diesjährigen Verteilung der NBA-Kandidaten. Also virtuell. Wann Schröder an diesem Freitag in der Arena der Brooklyn Nets wirklich ausgewählt wird und von welchem der 30 Klubs, ist aber auch für die Fachleute schwer einzuschätzen.

Die Boston Celtics sollen interessiert sein

Läuft es wie vorhergesagt, landet der 1,86 Meter kleine Point Guard bei den Boston Celtics. Schröder, der seit zwei Jahren in der Bundesliga für die Braunschweig Phantoms spielt, soll das Interesse des Rekordmeisters geweckt haben. Gerüchte über eine feste Zusage des 17-maligen NBA-Champions wies der Youngster aber zurück: „Niemand hat mit mir gesprochen.“

Für den Sohn einer gambischen Mutter und eines vor vier Jahren gestorbenen deutschen Vaters, kommt es ohnehin nicht in erster Linie darauf an, welcher Manager zugreift. Das Wichtigste ist, dass der beste Nachwuchsspieler der Bundesliga in New York überhaupt genommen wird – und das möglichst früh.

"Ich hoffe einfach nur, dass ich in der ersten Runde dran bin“, sagt Schröder. Ein wenig träumt das schnelle Leichtgewicht aber doch: von Weltstar Nowitzki und den Dallas Mavericks. „Es wäre natürlich unglaublich, wenn ich zu Dirk kommen würde“, sagte er der FAZ.

Viel kann, nichts muss passieren

Ausgeschlossen ist das nicht. Der NBA-Champion von 2011 ist als 13. an der Reihe und könnte einen Spielmacher gebrauchen. Aber Klubboss Mark Cuban und Generalmanager Donnie Nelson denken darüber nach, den Pick einzutauschen. Viel kann, nichts muss passieren.

Nowitzki will sich diesmal beim Draft einbringen, die Mavericks brauchen dringend neues Personal. Gut möglich, dass der Würzburger dabei hilft, den nächsten Deutschen nach Texas zu holen. „Der Schröder ist ein interessanter Typ“, sagt Nowitzki: „Ich hoffe für ihn, dass er relativ hoch genommen wird und im nächsten Jahr eine Chance kriegt. Er kann es schaffen.“

Nowitzki war 1998 als Nummer 9 gedraftet worden, danach hatte Nowitzki direkt einen Vertrag für die kommende Saison erhalten. Doch ausgewählt zu werden, ist keine Garantie dafür, dass es jemals zu einem NBA-Einsatz kommt. Tibor Pleiß kann ein Lied davon singen. Der Center ging 2012 an die New Jersey Nets, dann wurden die Rechte an dem 23-Jährigen an Oklahoma City Thunder weitergegeben. (sid)

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