Novak Djokovic steht neben einer Linienrichterin, die er davor mit einem Ball getroffen hatte.
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Novak Djokovic wurde im Achtelfinale der US Open disqualifiziert, nachdem er eine Linienrichterin mit einem Ball getroffen hatte.

US Open

Novak Djokovic: Regeln gelten für alle

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Der serbische Tennisstar Novak Djokovic wird bei den US Open disqualifiziert. Ein Kommentar.

Novak Djokovic hat sich selbst geschlagen. Schon wieder. Erst fing sich der serbische Tennisstar nach seiner Adria-Tour das Coronavirus ein, weil er glaubte, dass für ihn und seine Kollegen Abstands- und Hygieneregeln nicht gelten. Am Sonntag hat der Weltranglistenerste sich wegen einer Unbeherrschtheit um den sicher geglaubten 18. Grand-Slam-Titel gebracht. Immerhin hat sich Djokovic wenige Stunden später für seinen Treffer an den Hals einer Linienrichterin bei den US Open entschuldigt. Doch alleine, dass er mit den Schiedsrichtern über seinen – unbeabsichtigten – Schlag diskutierte und anschließend den Handshake verweigerte, zeigt, dass Djokovic nicht begreifen möchte, dass Regeln für alle gelten. Sich nicht der Presse zu stellen, zeugte ebenfalls nicht von Größe.

Der Serbe lebt derzeit in seinem eigenem Parallel-Universum. In der Corona-Pause fabulierte er davon, es sei wissenschaftlich bewiesen, dass man giftiges Wasser mit mentaler Stärke in Trinkwasser umwandeln könne. Er zählt Esoteriker zu seinen Freunden und hält nichts vom Impfen. Kurz vor den US Open präsentierte er eine neue Spielergewerkschaft, um sich vor allem von seinen Dauerrivalen Rafael Nadal und Roger Federer abzugrenzen.

Djokovics Mutter erzählte einmal, dass ihr Sohn glaube, auserwählt zu sein. Der 33-jährige sollte seine Geltungssucht schleunigst ablegen, wenn er nach seiner Karriere wirklich im Zuge der ganz Großen genannt werden möchte.

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