1. Startseite
  2. Sport
  3. Sport A-Z

Nordamerika-Auftakt der Überraschungen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Kathrin Hölzl fährt um eine Stange beim Riesenslalom.
Kathrin Hölzl fährt um eine Stange beim Riesenslalom. © Foto: dpa

Tessa Worley und Peter Fill feiern überraschend ihre ersten Weltcup-Siege. Auch die deutschen Ski-Herren haben unerwartet Grund zur Freude.

Aspen/Lake Louise. Tessa Worley und Peter Fill feierten überraschend ihre ersten Weltcup-Siege - und auch die deutschen Ski-Herren hatten unerwartet Grund zur Freude.

Beim Premieren-Erfolg des Italieners Fill kamen im kanadischen Lake Louise erstmals seit Jahren wieder gleich drei deutsche Abfahrer in die Punkteränge. Peter Strodl (Partenkirchen) gelang das als 22. mit seinem besten Weltcup-Ergebnis, Andreas Strodl (Partenkirchen) als 26. und Stephan Keppler (Ebingen) fuhr im ersten Rennen nach seinem Kreuzbandriss als 27. die begehrten Zähler ein.

Für das beste Resultat des Deutschen Skiverbandes (DSV) sorgte bei schwierigen Bedingungen im amerikanischen Aspen Viktoria Rebensburg aus Kreuth auf dem zwölften Platz. Maria Riesch (Partenkirchen) belegte beim Riesenslalom-Sieg der Französin Worley den 16. Rang.

Riesch war in Aspen, wo sie sich einen ihrer zwei Kreuzbandrisse zugezogen hatte, vor allem auf Sicherheit bedacht. "Es war sehr eisig und sehr schwierig. Deswegen habe ich mich nicht getraut, voll zu fahren", sagte die Partenkirchenerin. Auch Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) musste den schwierigen Bedingungen Tribut zollen und fiel im zweiten Durchgang von Platz 9 auf Rang 23 zurück. Fanny Chmelar (Partenkirchen) und Carolin Fernsebner (Ramsau) waren im ersten Lauf ausgeschieden.

Dagegen kam Worley bestens mit den Bedingungen zurecht. "Ich war eine Woche hier und habe mich gut eingestellt. Ich weiß gar nicht, wie das funktioniert hat", sagte die 19-Jährige nach dem ersten französischen Riesenslalom-Sieg seit 1999 und war selbst überrascht. Sie gewann vor Tanja Poutiainen (Finnland) und Elisabeth Görgl (Österreich). Gesamtweltcupsiegerin Lindsey Vonn (USA) wurde Vierte und ist im Weltcup-Klassement Poutiainen dicht auf den Fersen.

Die erste Weltcup-Abfahrt des Winters geriet bei den Herren wegen wechselnder Sicht- und Windverhältnisse zu einer Lotterie, in der Fill das große Los zog. "Es war ein Superrennen, ich bin zufrieden. Glück gehört auch dazu", sagte der 26-Jährige. Die Top-Favoriten um den Amerikaner Bode Miller, der den 16. Platz belegte, hatten aber deutlich schlechtere Bedingungen.

Niemals hätte der Südtiroler Fill sich träumen lassen, dass er den Erfolg fast noch hätte hergeben müssen. Mit Startnummer 65 fuhr der Schweizer Carlo Janka sensationell auf Platz zwei vor dem Schweden Hans Olsson vor und wusste fast selbst nicht so recht, wie er das angestellt hatte. "Als ich an den Start kam, war die Sonne wieder da. Also gab es nur eins - Vollgas", sagte der 22-Jährige. Auch das deutsche Punkte-Trio profitierte von den Bedingungen und nutzte diese mit respektablen Fahrten. (dpa)

Auch interessant

Kommentare