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1. FC Kaiserslautern

Niemals Braun

Fans und Verein des 1. FC Kaiserslautern reagieren mit angemessener Schärfe auf die antisemitische Parolen gegen FCK-Spieler Itay Shechter. Ein Kommentar.

Von Jan Christian Müller

Fans und Verein des 1. FC Kaiserslautern reagieren mit angemessener Schärfe auf die antisemitische Parolen gegen FCK-Spieler Itay Shechter. Ein Kommentar.

Am Freitag beim DFB-Bundestag ist Theo Zwanzigers letzter Arbeitstag als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Zu seinem Vermächtnis gehört die Auslobung des Julius-Hirsch-Preises, der seit 2005 an Personen, Initiativen oder Vereine vergeben wird, die sich besonders gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus engagieren. Integration ist die ganz große Überschriften, die Zwanziger gesetzt hat. Man kann über den scheidenden Verbandsboss denken, was man will: Er hat viele Vereine sensibilisiert dafür, Menschen mit anderer Hautfarbe, anderer Kultur oder anderem Glauben Geborgenheit zu schenken.

Itay Shechter vom 1. FC Kaiserslautern hätte dieses Gefühl der Geborgenheit derzeit besonders nötig. Der israelische Nationalspieler war im Sommer unter größten Mühen bei Hapoel Tel Aviv ausgelöst worden, die Erwartungen waren entsprechend überdimensioniert. Zusammen mit seinem Landsmann Gil Vermouth ist Shechter sehr freundlich von den FCK-Anhängern empfangen worden, die eine große Hoffnung einte: Der schnelle Angreifer sollte den FCK mit seinen Toren ohne übermäßiges Zittern vorm Abstieg bewahren. Das hat er bislang nicht geschafft, zuletzt war er auch noch verletzt.

Abscheu gegen die Hetzer

Nichts kann aber schlimmer sein als die Art der Verletzung, die einige wenige Unbelehrbare dem gerade erst von einer Oberschenkelverletzung Genesenen am Sonntag beim Auslaufen zufügten, indem sie antisemitische Parolen skandierten. Der Verein reagierte darauf angemessen scharf. In den Fanforen, das ist tröstlich, wird Abscheu gegen die Hetzer formuliert, aber es wird auch deutlich gemacht, dass rechtsradikales Gedankengut Nischen findet auf der Westtribüne.

Man darf getrost vermuten, dass Kaiserslautern hier in der Bundesliga keine Ausnahme bildet, auch, weil die Strafverfolgung der in der Masse Versteckten mühsam ist. Unterbleiben darf sie gerade jetzt erst recht nicht. Es ist deshalb gut, dass der Verein Zeugen öffentlich um Mithilfe bittet.

Und es ist sogar sehr gut, dass engagierte FCK-Fans planen, für das kommende Heimspiel gegen Wolfsburg deutlich zu machen, welche Farben die Farben des 1. FC Kaiserslautern sind: Rot und Weiß – und niemals Braun.

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