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Der Neuanfang der Nummer 28

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Fit für den Rückrundenauftakt: Der Neu-Hoffenheimer Timo Hildebrand.
Fit für den Rückrundenauftakt: Der Neu-Hoffenheimer Timo Hildebrand. © rtr

Timo Hildebrand steht nach einem frustrierenden Intermezzo in Spanien bei Hoffenheim unter besonderer Beobachtung.

An Energie Cottbus hat Timo Hildebrand gute Erinnerungen. Anderthalb Jahre ist es her, da bestritt der Torhüter gegen die Lausitzer sein letztes Spiel in der Fußball-Bundesliga und feierte mit dem VfB Stuttgart die deutsche Meisterschaft. Am Samstag gibt Hildebrand nun nach einem frustrierenden Intermezzo in Spanien für Herbstmeister 1899 Hoffenheim sein Comeback. Gegner ist erneut Cottbus - und das soll ein gutes Omen für einen Neuanfang sein.

"Ich freue mich wieder auf die Bundesliga", sagte Hildebrand, der in der Winterpause ablösefrei vom FC Valencia nach Hoffenheim gewechselt ist. Der 29-Jährige, das war vom ersten Tag an offensichtlich, ist bemüht, keine Starallüren zu zeigen. "Wenn es menschlich nicht passen würden, hätten wir diesen Transfer nicht getätigt", beteuerte Trainer Ralf Rangnick wiederholt, der mit dem Transfer glaubt, damit eine Schwachstelle beim Aufsteiger behoben zu haben.

Eine zweite Lücke soll ebenfalls noch in dieser Wechselperiode geschlossen werden: Die Kraichgauer wollen sich den brasilianischen Linksverteidiger Fabricio Silva Dornellas angeln, der 18-Jährige steht beim Traditionsklub Flamengo Rio de Janeiro unter Vertrag und kann für 330 000 Euro bis Saisonende ausgeliehen werden - danach werden 3,5 Millionen Ablöse fällig. Manager Jan Schindelmeiser bestätigt: "Für uns ist es die Königslösung."

Das soll auch für die neue Nummer eins gelten, die vorerst die 28 auf dem Rücken trägt. Den Karriereknick Valencia, wo ihm Verein, Fans oder Medien die Anerkennung verweigerten, hat Hildebrand nach eigenem Bekunden abgehakt. Nun will sich Hildebrand mit Hilfe von Hoffenheim und Rangnick als Ziehvater wieder in den Vordergrund spielen. "Ich verstehe mich gut mit den Jungs, und die Tür zum Trainer steht immer offen. Man muss sich etwas Menschlichkeit immer bewahren - und das ist hier der Fall", erklärt er mit ein bisschen Pathos.

Schon in Stuttgart hatte Hildebrand von Rangnick profitiert. Damals hatte der Coach dem gebürtigen Wormser am 26. November 1999 beim 2:0 gegen den SC Freiburg das Bundesliga-Debüt beschert. Als "Sechser im Lotto" bezeichnet er nun seinen Wechsel - und zwar "für beide Seiten".

Skeptisch ist Hildebrand allerdings in Bezug auf eine Rückkehr ins Nationalteam. "Vielleicht kann ich so gut halten, wie ich will, aber werde trotzdem nicht mehr zurückkommen, weil die Verantwortlichen nur noch mit jungen Torhütern planen." Das kann gut sein, denn Bundestrainer Joachim Löw äußert sich zur Causa vielsagend zurückhaltend. "Timo hat im letzten halben Jahr gar nicht gespielt. Ich kann ihn im Moment ja gar nicht beurteilen. Da muss ich erstmal abwarten, wie er sich in Hoffenheim präsentiert." sid/hel

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