Basketball

Nervenflattern kostet die Sensation

Australien liegt gegen Spanien weit vorne – und verpasst doch das Finale der Basketball-WM.

Die favorisierten Spanier haben bei der Basketball-WM in China die Titelhoffnungen von Außenseiter Australien in einem Nervenkrimi beendet und sind zum zweiten Mal ins Endspiel eingezogen. Der Weltmeister von 2006 um den überragenden NBA-Center Marc Gasol setzte sich im ersten Halbfinale am Freitag in Peking mit 95:88 (80:80, 71:71, 32:37) nach zwei Verlängerungen durch. Im Finale wartet Argentinien, das sich gegen Frankreich mit 80:66 durchsetzte.

In einem sehr intensiven, physischen Spiel ragte der 34 Jahre alte Gasol von NBA-Meister Toronto Raptors mit 33 Punkten und sechs Rebounds deutlich heraus. Zudem versenkte der spanische Guard Sergio Llull in der zweiten Verlängerung zwei ganz wichtige Dreipunktewürfe. Australien vergab dagegen eine zwischenzeitliche Führung von elf Punkten in der regulären Spielzeit, auch 32 Zähler von NBA-Aufbauspieler Patty Mills reichten nicht zur Überraschung. Auch im direkten Duell um Platz drei bei Olympia 2016 in Rio hatte sich Spanien mit einem 89:88-Sieg die Bronzemedaille gesichert.

Beide Mannschaften ließen in packenden Schlussphasen mehrere große Möglichkeiten aus. Zum Ende der regulären Spielzeit vergab Mills einen Freiwurf, im Gegenzug traf Spaniens Aufbauspieler Ricky Rubio beinahe einen langen Verzweiflungsdreier. In der ersten Verlängerung behielt Gasol die Nerven von der Freiwurflinie, NBA-Guard Matthew Dellavedova konnte den letzten Wurf mit der Sirene nicht versenken. In der zweiten Overtime waren die Australier mit ihren Kräften am Ende, Spanien setzte sich dank seiner Erfahrung durch.

Bereits im Viertelfinale waren die Favoriten USA und Serbien gescheitert, Deutschland war nicht über Platz 18 hinausgekommen. (dpa)

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