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NBA-Stars zwischen Couch, Krimi und Kundendienst

Dirk Nowitzki legte in Würzburg die Beine hoch, Kobe Bryant genoss das «Dolce vita» in Mailand, Carmelo Anthony und ...

Boston. Dirk Nowitzki legte in Würzburg die Beine hoch, Kobe Bryant genoss das «Dolce vita» in Mailand, Carmelo Anthony und Chris Bosh spielten in einem Krimi mit: Der Arbeitskampf bescherte den Basketball-Stars der NBA einen ungewöhnlichen September.

Für Nowitzki bedeutete der Streit um einen neuen Tarifvertrag Couch statt Kraftraum. «Nach dem EM-Aus habe ich eigentlich nur die Beine hochgelegt. Es war wichtig, einfach mal ein bisschen abzuspannen», meinte der 33-Jährige von den Dallas Mavericks.

Zwischen der Mavericks-Meistersause Mitte Juni sowie dem Europameisterschafts-Aus in Litauen und der verpassten Olympia-Qualifikation mit der Nationalmannschaft hatte Nowitzki kaum Zeit zur Regeneration. Selbst bei seinem Kurztrip mit Freundin Jessica Olsson in die Karibik wurde er ständig erkannt.

Für gewöhnlich ist Nowitzki um diese Zeit wieder in Dallas. Doch aufgrund der Aussperrung in der nordamerikanischen Profiliga wurden bereits die Saisonvorbereitung verschoben und 43 NBA-Vorbereitungsspiele abgesagt. Ein pünktlicher Saisonstart am 1. November mit der Partie zwischen den Mavericks und den Chicago Bulls ist mehr als fraglich. Deshalb will Nowitzki eventuell noch einmal in den Urlaub fliegen. Dies hängt jedoch von den Entwicklungen in Amerika ab. Und hier steht wohl ein entscheidendes Wochenende bevor. Nach bislang ergebnislosen Gesprächen wollten sich beide Seiten am Freitag erneut treffen. Die Gewerkschaft NBPA wollte mit LeBron James, Kobe Bryant und Dwyane Wade ihre prominentesten Profis an den Verhandlungstisch bringen.

Bryant hatte unter der Woche im Rahmen eines Werbetermins in Mailand betont, dass er sich bei einer Fortsetzung des Lockouts ein italienisches Intermezzo sehr gut vorstellen könne. «Für mich würde ein Traum in Erfüllung gehen», meinte der Star der Los Angeles Lakers. Bryant hatte sieben Jahre seiner Kindheit in Italien verbracht, wo sein Vater Joe Basketball spielte. Virtus Bologna soll ihm Medienberichten zufolge für zehn Spiele vom 9. Oktober bis zum 16. November 2,5 Millionen Euro geboten haben.

Während Bryant in Italien flanierte, gaben Chris Bosh und Carmelo Anthony einen Gastauftritt in der TV-Serie «Law and Order: Special Victim Unit». Tage zuvor hatte Anthony noch mit LeBron James und Chris Paul für einen guten Zweck in Philadelphia Basketball gespielt. «Ich bereite mich so vor, als würde es kommende Woche losgehen. Mein Körper ist bereit, mein Kopf auch», betonte Anthony.

James marschierte dagegen wortlos an den Reportern vorbei. Er kann die Fragen nach dem Ende des Lockouts nicht mehr hören - Antworten darauf hat er ohnehin nicht. Zumal es den Beteiligten verboten ist, darüber zu reden. Wie ernst es die NBA mit dieser Regelauslegung nimmt, musste selbst Michael Jordan erfahren. Der Besitzer der Charlotte Bobcats hatte mit einer australischen Zeitung über die Aufteilung der jährlichen NBA-Gesamteinnahmen gesprochen - und wurde prompt mit einer Strafe von 100 000 Dollar belegt.

Von einer derartigen Summe kann Delonte West derzeit nur träumen. Am 1. Juli endete sein Vertrag bei den Boston Celtics, aufgrund des Lockouts konnte der 28-Jährige bei keinem anderen Verein unterschreiben. Deshalb ging er auf Jobsuche, fand jetzt eine Anstellung als Fahrer in einem Washingtoner Möbelgeschäft und twitterte reichlich Fotos in seiner neuen Arbeitsmontur. «Ich brauche einen zweiten Job, um mich über Wasser zu halten», so West. (dpa)

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