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Das nächste Traumfinale

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Ausnahmekönner: Stephen Curry.
Ausnahmekönner: Stephen Curry. © afp

Nach dem knappen Erfolg gegen Houston treffen die Golden States Warriors erneut auf Cleveland.

Stephen Curry schnappte sich Töchterchen Riley und den Spielball. Dann zog der Superstar der Golden State Warriors nach dem Basketballspektakel wild jubelnd von dannen. Curry, sein kongenialer Partner Kevin Durant und die Golden State Warriors haben es wieder getan. Sie haben der NBA den nächsten Akt des Gigantenduells beschert. Der Titelverteidiger trifft in den Finals ab Donnerstag zum vierten Mal in Serie auf die Cleveland Cavaliers um Superstar LeBron James.

„Wir haben kurze 48 Stunden, um uns neu einzustellen. Das wird ein Spaß“, sagte Curry mit Blick auf Spiel eins in der Nacht auf Freitag. Zuvor hatte er wie Durant beim 101:92 im entscheidenden siebten Spiel der Halbfinalserie bei den Houston Rockets erneut den Beweis seiner außergewöhnlichen Klasse erbracht. „Egal, wie schlecht wir gespielt haben, wie viele Würfe daneben gingen – es gibt immer noch Zeit, eine Partie zu drehen. Die zweite Halbzeit war unglaublich“, sagte Curry. „Wir sehen uns in Spiel eins der Finals, Baby“, fügte Durant grinsend an.

Beide Stars steckten nach ihrer famosen Vorstellung noch voller Glückshormone. Dabei hatte das Spiel denkbar schlecht für die Warriors begonnen. Houston um seinen Starspieler James Harden hatte dominiert und Golden-State-Coach Steve Kerr war regelrecht entsetzt vom Auftritt seiner Profis. „Ich dachte über einen Rücktritt nach“, scherzte Kerr nach der Partie: „Ich habe mein Team nicht wiedererkannt. Spiel sieben, da bist du nervös.“ Zur Pause lagen die Warriors mit 43:54 zurück.

Ein Serienduell wie früher

Doch mit Beginn des zweiten Durchgangs ließen Curry und Durant plötzlich Dreier regnen. Aus der rechten Ecke, aus der linken Ecke, aus dem Dribbling – die Ausnahmekönner waren nicht mehr zu stoppen. Die Warriors versenkten sieben Distanzwürfe und drehten das Spiel mit 33:13 im dritten Viertel. Houston hatte ohne den verletzten Leistungsträger Chris Paul nichts mehr entgegensetzten. Curry kam auf 27 Punkte, zehn Assists und neun Rebounds. Durant erzielte als bester Werfer der Partie 34 Zähler.

Die Rockets waren in der regulären Saison noch die beste Mannschaft in der NBA gewesen. Superstar Harden zeigte seine Enttäuschung, in dem er direkt nach der Schlusssirene in die Kabine sprintete. Auf das übliche Handshake mit dem Gewinner verzichtete er. „Ich war einfach nur frustriert“, erklärte der Rockets-Star. „Wir waren näher dran in diesem Jahr und werden es in der neuen Saison wieder versuchen“, kündigte D‘Antoni an. 

In den Finals steht für Golden State nun das Wiedersehen mit den Cavaliers an. Das Team um „King“ James hatte die Halbfinalserie gegen die Boston Celtics ebenfalls nach einem 2:3-Rückstand mit 4:3 für sich entschieden.

Das erneute Aufeinandertreffen der beiden Franchises erinnert dabei immer mehr an große Serienduelle der Vergangenheit. In den Sechzigern verzweifelten die Los Angeles Lakers jahrelang an den Celtics, auch in den Achtzigern trafen sich die Traditionsklubs immer wieder. Nun wollen die Warriors LeBron James und Co. erneut ärgern. Nach drei Finalserien steht es 2:1 für Golden State.  (sid/dpa)

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