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Andrea Gotzmann mahnt Veränderungen bei der WADA an.

Welt-Anti-Doping-Agentur

NADA-Chefin Gotzmann kritisiert WADA wegen Mindestalter

NADA-Chefin Andrea Gotzmann hält die mögliche Einführung eines Mindestalters von 45 Jahren für die künftige Präsidentschaft der Welt-Anti-Doping-Agentur für „diskriminierend“ und mahnt Veränderungen bei der WADA an.

NADA-Chefin Andrea Gotzmann hält die mögliche Einführung eines Mindestalters von 45 Jahren für die künftige Präsidentschaft der Welt-Anti-Doping-Agentur für „diskriminierend“ und mahnt Veränderungen bei der WADA an.

„Es wird dringend Zeit, dass die derzeitigen Führungsstrukturen der WADA maßgeblich überarbeitet werden“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur der Deutschen Presse-Agentur und fügte hinzu: „In erster Linie gehört dazu eine vom Sport unabhängige WADA-Führung. Für das Präsidentenamt muss Unabhängigkeit sowie ausgewiesene Expertise im Anti-Doping-Management gewährleistet sein.“

Zuletzt hatte der Vorschlag auf eine Altersmindestgrenze bei der ohnehin stark in der Kritik stehenden WADA für Verärgerung gesorgt. Denn durch den Antrag, über den auf der WADA-Sitzung in der nächsten Woche in Baku diskutiert wird, könnte die Kandidatur der 41-jährigen Norwegerin Linda Helleland verhindert werden.

Viele Sportler unterstützen die Kandidatur der norwegischen Ministerin, die sich für drastische Veränderung innerhalb der zuletzt harsch kritisierten WADA ausgesprochen hat. Helleland hatte als eines von nur zwei Mitgliedern in der WADA-Exekutive vergeblich gegen die Aufhebung der Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA gestimmt.

Die WADA teilte unterdessen mit, dass der Antrag zur Altersgrenze nicht aus dem Vorstand gekommen sei. Demnach sollen afrikanische Verantwortliche den Vorschlag unterbreitet haben.

Der Nachfolger des 77 Jahre alten WADA-Präsidenten Craig Reedie, der zugleich IOC-Mitglied ist, wird im kommenden Jahr bestimmt. Nach den Regeln der Agentur wird der kommende Präsident aus der Politik kommen.

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