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Nach der EM ist vor der WM

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Auf die Bergtour 2008 soll für die deutsche Mannschaft in zwei Jahren die Safari durch Südafrika folgen.

Nach dem EM-Finale am Sonntag in Wien gegen Spanien bleiben Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff gerade einmal eineinhalb Monate Zeit, um das nächste Projekt in Angriff zu nehmen. Nach der "Bergtour 2008" startet dann mit dem Länderspiel am 20. August in Nürnberg gegen Belgien möglicherweise die "Safari 2010". Die ersten Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft in Südafrika stehen am 6. September in Liechtenstein und am 10. September in Finnland auf dem Programm. Weitere Gegner in Gruppe 4 sind Russland, Wales und das von Ex-Bundestrainer Berti Vogts trainierte Aserbaidschan. Die Gruppenersten qualifizieren sich direkt für die WM, die Zweiten müssen in die Play-offs.

Logistische Herausforderung

An ein Horror-Szenario - eine WM ohne Deutschland - verschwendet beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) keiner einen Gedanken. Deshalb wird Bierhoff bereits in den kommenden Wochen nach Südafrika reisen, um nach einem geeigneten Quartier für den dreimaligen Welt- und Europameister Ausschau zu halten und um die Weichen zu stellen. "Die WM in Südafrika wird ein tolles Ereignis, und es ist ein große Herausforderung für mich, sie von Deutschland aus zu planen - vorausgesetzt wir qualifizieren uns", sagte Bierhoff.

Auch sonst sieht sich der Verband in Bezug auf die Nationalmannschaft für die Zukunft gerüstet. Bierhoff sowie Löw und sein Trainerstab sind bis 2010 vertraglich gebunden. Und auch das von Jürgen Klinsmann eingeführte und von Löw fortgeführte Konzept soll unbedingt beibehalten werden. "Die Zeiten, wo nach nur einem negativen Ergebnis ein ganzes Konzept über den Haufen geworfen und alles in Frage gestellt wird, sind zum Glück vorbei. Man kann über Auswechslungen diskutieren oder über die Kader-Zusammensetzung - aber nicht über die Philosophie oder das Gesamtkonzept", kündigte DFB-Präsident Theo Zwanziger Kontinuität an. Es gebe zum System mit Löw und Bierhoff "keine Alternative".

Sportlich fühlen sich die Verantwortlichen für die kommenden Aufgaben auch gewappnet. Das Gerüst der Nationalmannschaft wird auch nach der EM bestehen bleiben. Führungsspieler wie Kapitän Michael Ballack und Torsten Frings haben bereits angekündigt, mindestens bis zur Weltmeisterschaft in Südafrika das DFB-Trikot tragen zu wollen. sid

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