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Beim Fahrradhändler gibt es eine große Auswahl - auch an Klapprädern.
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Beim Fahrradhändler gibt es eine große Auswahl - auch an Klapprädern.

Klappräder

Mobilität im Einkaufstaschenformat

Es ist erstaunlich, auf welch ein Format sich moderne Falträder zurechtstutzen lassen. Manche Modelle nehmen zusammengeklappt kaum mehr Raum ein als eine Einkaufstüte. Auf Annehmlichkeiten müssen Klappradler längst nicht mehr verzichten.

Bremen (ddp) - Es ist erstaunlich, auf welch ein Format sich moderne Falträder zurechtstutzen lassen. Manche Modelle nehmen zusammengeklappt kaum mehr Raum ein als eine Einkaufstüte. "Das macht sie unter anderem für Berufspendler sehr attraktiv", sagt Gunnar Fehlau, Buchautor und Experte beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).

Wer für die letzten Kilometer vom Bahnhof zum Arbeitsplatz das Rad nutzt, tut etwas für seine Fitness und kommt besser gelaunt im Büro an. Und er ist womöglich sogar schneller dort, als wenn er auf den Bus gewartet hätte. Der Transport in der Bahn ist kein großer Aufwand. Statt eines Fahrradabteils reicht die Kofferablage. Damit werden auch Flugreisen mit dem Fahrrad unproblematisch. Derweil wird beim Auto der Dachgepäckträger überflüssig.

Die Idee mit dem Faltrad ist eigentlich alt, aber attraktiv umgesetzt wird sie erst seit ein paar Jahren. In größerem Stil kamen Falträder erstmals Ende der 1950er Jahre auf den Markt und firmierten danach landläufig unter dem Namen Klapprad. Dabei dachte man aber weniger an die Möglichkeit des praktischen Zusammenklappens als vielmehr an den klapprigen Zustand der Räder. "Die Klappräder von früher hatten viele technische Mängel und fuhren sich nur sehr schlecht", sagt Fehlau. Dementsprechend mies war ihr Ruf, breiten Absatz fanden sie nicht.

Erst Anfang der 1990er Jahre wagten einige Fahrradhersteller den Neuanfang und rüsteten Falträder mit moderner Technik aus. Seitdem gehen die Verkaufzahlen laut Fehlau kontinuierlich nach oben, und immer mehr Hersteller nehmen Falträder in ihr Sortiment. "Die neuen Modelle sind qualitativ nicht mehr schlechter als normale Räder, das sind hochtechnologisierte Geräte", sagt der Experte.

Gangschaltung, griffige Bremsen und Hochdruckreifen - man muss auf keinen Komfort verzichten. Und es gibt die Räder in allen Ausführungen: Faltbare Rennräder, Mountainbikes, tourenorientierte oder allroundtaugliche Varianten, ja sogar zusammenklappbare Tandems. Für manche benötigt man Werkzeug wie einen Schraubenschlüssel, andere lassen sich mit ein paar bloßen Handgriffen zusammenlegen. Auf die Waage bringen die kompakten Fitnessgeräte häufig kaum mehr als zehn Kilogramm.

Für den technischen Mehraufwand muss man beim Händler allerdings nach Angaben von Fehlau etwa 30 Prozent mehr hinblättern als für ein vergleichbares Standardrad. "Akzeptable Einstiegsmodelle mit drei Gängen und ohne Licht gibt es schon ab 650 Euro, solide Räder kosten etwa 1200 Euro", sagt der Experte. Wichtig sei, vor dem Kauf nicht nur eine Testfahrt zu machen, sondern das Rad auch einmal probehalber zusammenzuklappen. Mitnehmen lässt es sich dann in einer Einkaufstüte.

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