Angelique Kerber.
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Angelique Kerber.

Tennis

Mitfavoritin? „Ne, ne“

Angelique Kerber warnt vor Titelträumen bei den US Open.

Angelique Kerber drohte kurz die Fassung zu verlieren. Ob sie eine Mitfavoritin auf den Titel der US Open sei, wollten die Reporter wissen. Ihre Antwort: „Ne, ne.“ Zum Kreis der ersten Anwärterinnen auf den Turniersieg zähle sie wirklich nicht: „Auf gar keinen Fall.“ Kerber hatte ihre Erstrundenaufgabe gegen Alja Tomljanovic aus Australien gerade erst erfolgreich mit 6:4, 6:4 gemeistert, da trat sie in der per Video abgehaltenen Pressekonferenz entschlossen auf die Bremse. „Ich versuche von Runde zu Runde besser zu werden und ins Turnier zu finden“, sagte die Kielerin, „aber das ist noch ein so, so langer Weg.“

Kerber konnte zufrieden sein. Bis auf einige Wackler, die nach sieben Monaten ohne Matchpraxis alles andere als überraschend auftraten, gelang ihr ein einigermaßen souveräner Auftritt. Weiter geht es nun in der zweiten Runde mit einem deutschen Duell gegen Anna-Lena Friedsam, die mit einem 6:2, 6:2 gegen die US-Amerikanerin Caroline Dolehide in die zweite Runde einzog.

Während Tamara Korpatsch, Tatjana Maria, Dominik Koepfer und Peter Gojowczyk ihre Sachen packen müssen, erreichten auch Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff die nächste Etappe. Zverev musste deutlich mehr kämpfen als Kerber, präsentierte sich nach dem 7:6 (7:2), 5:7, 6:3, 7:5 gegen Kevin Anderson (Südafrika) aber gewohnt selbstbewusst. „Ich bin fit, ich bin fitter, als ich jemals war“, sagte er bei Eurosport: „Aber es ist trotzdem anders, auf dem Platz zu stehen.“ Ziemlich einsam nämlich. Die Nummer sieben der Welt wittert in Abwesenheit von Stars wie Titelverteidiger Rafael Nadal die Chance, weit zu kommen. (sid)

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