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Am Boden: Lukas Podolski und der 1. FC Köln.
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Am Boden: Lukas Podolski und der 1. FC Köln.

1. FC Köln

In miserablem Zustand

Der 1. FC Köln bleibt weiter prekär gefährdet. Die Kondition spielt eine Hauptrolle: Gegen Freiburg geht den meisten Spielern nach nicht mal einer Stunde die Luft aus. Ex-Trainer Solbakken hat das Team des 1. FC Köln physisch nie auf Bundesliganiveau gebracht.

Von Christoph Ruf

„Gegen Freiburg kann man mal verlier´n“ skandierten die SC-Fans nach dem 4:1 gegen den 1. FC Köln. Das stimmt – die Mannschaft von Christian Streich ist seit zehn Spielen ungeschlagen. Allerdings hat an der Dreisam schon lange keine Mannschaft mehr verloren, die sich so bereitwillig in ihr Schicksal fügte wie der 1. FC Köln. Das 4:1 war also ein ausgesprochen gnädiges Resultat. Es grenzte ja fast schon an Überheblichkeit, wie der SC im zweiten Durchgang den Ball minutenlang laufen ließ, ohne dass ein gegnerischer Spieler damit in Berührung gekommen wäre.

Der 1. FC Köln, der vorher schon eher Scherbenhaufen denn Zusammengefügtes gewesen war, „brach“ im zweiten Durchgang endgültig „auseinander“, wie Verteidiger Christian Eichner zugab. Wie dieses kraftlose Torso am kommenden Samstag im „Endspiel“ (Eichner) gegen die Bayern bestehen will, ist dabei unklar.

Deprimierender Nachmittag für Köln

Coach Frank Schaefer wusste, dass es an diesem aus Kölner Sicht so deprimierenden Nachmittag an ihm war, für so etwas wie Zuversicht zu sorgen.

„Auch jetzt wieder in der Kabine treffe ich auf eine Mannschaft, von der ich das Gefühl habe, dass sie den Weg mitgeht“, behauptete er. Man kann das als Journalist schlecht verifizieren – Kabinen gelten als die letzte Tabuzone des Profibetriebs. 25 Minuten habe man zudem „gut gestanden“. Nun wusste natürlich auch Schaefer, dass er damit noch lange nicht erklärt hatte, was sich in den darauffolgenden 65 Minuten ereignet hatte. Ganz zu schweigen von dem Umstand, dass der FC offensiv mal wieder nur dann stattfand, wenn Lukas Podolski mal ausnahmsweise zu sehen war.

„Mir war bei der Amtsübernahme klar, dass wir in der Kürze der Zeit gewisse Dinge nicht mehr stabil erarbeiten können“, befand Schaefer. Was er mit dieser Aussage andeutete, hatte zuvor sein Spieler Sascha Riether – „die Freiburger waren einfach fitter als wir“ – noch deutlicher angesprochen: Die FC-Spieler sind schlichtweg in einem miserablen physischen Zustand. Nach den raren Balleroberungen blieben sechs von zehn Feldspielern in der eigenen Hälfte, nach 55 Minuten stemmte die Hälfte des Teams die Hände in die Hüfte und japste vornübergebeugt nach Luft.

Letzte Hoffnung Heimspiel

Ex-Trainer Stale Solbakken hat offenbar die physischen Grundlagen des Fußballspiels vernachlässigt. So hört man es im Lager der Kölner, wo man im Nachhinein sowohl die Trennung vom sympathischen norwegischen Coach als auch die vom egozentrischen Sportdirektor Volker Finke lieber früher vollzogen hätte.

Der einzige Umstand, der dem FC-Tross vor der „Endspielsituation“ (Schaefer) im Fernduell mit der Hertha ein wenig Hoffnung macht: Das Duell gegen den FC Bayern ist ein Heimspiel. Und zu Hause hat der 1. FC Köln 19 seiner 30 Punkte geholt; bei den Berlinern ist es umgekehrt.

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