Gibt’s bald auch NBA-Luftballons in Disney World?
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Gibt’s bald auch NBA-Luftballons in Disney World?

Basketball

Meisterfeier mit Mickey?

Die NBA will ihre Saison doch tatsächlich in Disney World fortsetzen.

Dunkings mit Donald Duck? Das klingt erst einmal nach einer Spinnerei, für die Basketball-Superstars der NBA könnte ein Re-Start in Disney World aber die Rettung in der Corona-Krise sein. Das Szenario nimmt bereits konkrete Formen an: Die NBA-Führung um Commissioner Adam Silver verhandelt mit dem Entertainment-Riesen.

Am Samstag bestätigte NBA-Kommunikationschef Mike Bass, dass sich die Liga in „auslotenden Gesprächen“ mit dem Disney-Konzern befinde. Die Bosse wissen, dass es schnell gehen muss. Bis Anfang Juni soll Klarheit herrschen, damit die seit dem 11. März pausierende Saison Ende Juli fortgesetzt werden kann.

Steigen würde das Ganze auf dem rund 89 Hektar großen ESPN Wide World of Sports Complex in Disney World. Mit drei Arenen und 24 000 Hotelzimmern dürfte die Anlage nahe Orlando/Florida den Ansprüchen genügen. Die Pläne lassen aufhorchen, laut ESPN und The Athletic denkt auch die Major League Soccer (MLS) über einen Abstecher nach Disney World nach.

Unter den Basketballern sind einige Profis wie der deutsche Nationalspieler Daniel Theis vom Rekordmeister Boston Celtics angetan vom Disney-Plan. Denn so könnten sie auch ihren Anhang zu den Geisterspielen ins Vergnügungsparadies mitnehmen. „Ich fände es gut, wenn alle Spieler mit ihren Familien für die Zeit in Disney World in Orlando untergebracht werden“, sagte Theis der „Sport-Bild“.

Natürlich, so der Center, dürfte in diesem Szenario „niemand den Park verlassen oder nicht mehr wiederkommen. Vielleicht kann ein Teil des Unterhaltungsprogramms sogar laufen für die Kinder.“ Wichtiger als die Freizeitgestaltung ist vor allem der Weg hin zu einem solchen Event. Stichwort: Vorbereitung.

Geplant ist, dass alle Spieler vorher zwei Wochen in ihrer Heimat in Quarantäne gehen, anschließend ein bis zwei Wochen an ihrem Standort trainieren und dann noch zweiwöchige Trainingscamps absolvieren. Bis dahin hat die NBA aber noch an einigen Problemen zu arbeiten.

Lange waren die Einreisebestimmungen eines davon. Die restriktive Grenzpolitik von US-Präsident Donald Trump gestaltete eine Rückkehr bislang schwierig. Einige ausländische Profis sind in ihre Heimatländer geflogen. Heimatschutzminister Chad Wolf unterzeichnete nun allerdings eine Ausnahmegenehmigung zur Rückkehr für Sportler aus dem Ausland.

Zudem sind regelmäßige Tests aufgrund der knappen Kapazitäten in den USA bisher alles andere als gesichert. Bass bezeichnete diese aber als „Schlüssel für die Rückkehr“. Zudem wolle er sicherstellen, dass die NBA keinem Krankenhaus die Tests wegnimmt. (sid)

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