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Falsche Ernährung und mangelnde Bewegung führt auch bei Jugendlichen zu immer mehr Diabetes-Erkrankungen.
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Falsche Ernährung und mangelnde Bewegung führt auch bei Jugendlichen zu immer mehr Diabetes-Erkrankungen.

Mehr als sechs Millionen zuckerkrank

Bewegungsmangel, Fehlernährung und Übergewicht sind die Hauptursachen / Auch immer mehr Jugendliche betroffenImmer mehr Menschen sterben an den Folgen von Diabetes. In Deutschland stieg die Zahl der Todesfälle wegen der Zuckerkrankheit innerhalb von 24 Jahren um 25 Prozent auf 23.653, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Wiesbaden (ap). Immer mehr Menschen sterben an den Folgen von Diabetes. In Deutschland stieg die Zahl der Todesfälle wegen der Zuckerkrankheit innerhalb von 24 Jahren um 25 Prozent auf 23.653, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Diabetes mellitus ist damit für knapp drei Prozent aller Todesursachen verantwortlich. 1980 lag der Anteil noch bei weniger als zwei Prozent. Im vergangenen Jahr starben 14.550 Frauen an Diabetes, das waren deutlich mehr Todesfälle als unter Männern, bei denen die Zahl bei 9.103 lag.

In Deutschland sind mehr als sechs Millionen Menschen zuckerkrank, weltweit liegt die Zahl laut Schätzungen bei mehr als 194 Millionen. Experten schlagen bereits seit Jahren Alarm, denn Diabetes wird sich aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren dramatisch ausbreiten, im Jahr 2010 könnten es demnach in der Bundesrepublik bereits zehn Millionen Kranke sein. Als eine der Hauptursachen gilt Bewegungsmangel, Fehlernährung und Übergewicht, mit zunehmende Sorge registrieren Mediziner weltweit die dramatisch steigenden Krankheitszahlen schon bei Jugendlichen und sogar Kindern.

Nach Angaben der Statistiker sterben vor allem ältere Menschen an den Folgen der Zuckerkrankheit. Fast 98 Prozent aller Diabetes-Toten waren 50 Jahre und älter. Das durchschnittliche Sterbealter der Kranken lag 2004 bei 79,1 Jahren. Weil vor allem alte Menschen an Diabetes sterben, bedeutet der Anstieg der Todesfälle nicht unbedingt eine Verschlechterung der Gesundheit in der Gesamtbevölkerung, wie ein Statistiker bestätigte. Die so genannte altersstandardisierte Sterbequote ist im Vergleich zu 1980 sogar leicht rückläufig: Sie lag damals bei 25,8 Fällen je 100.000 Einwohnern, im vergangenen Jahr dagegen bei 23,3.

Regional gibt es große Unterschiede bei der Diabetes-Sterblichkeit: Mit 59,6 Gestorbenen je 100.000 Personen hat das Saarland bundesweit die höchste Rate. Hamburg dagegen gibt es nur 18 Verstorbene je 100.000 Personen. Das Bundesamt für Statistik veröffentlichte die Zahlen anlässlich des Diabetestages am kommenden Montag.

Unbehandelt schwere Folgekrankheiten

Diabetes kann un- oder nicht ausreichend behandelt schwere Folgekrankheiten auslösen. Dazu gehören Nierenversagen, Erblindung, Herzerkrankungen und Durchblutungsstörungen, die Amputationen nötig machen können. Ein Diabetes mellitus besteht, wenn der Körper das Hormon Insulin nicht mehr produziert oder wenn er nicht mehr in der Lage ist, das produzierte Insulin effektiv zu nutzen. Ohne Insulin aber kann der Körper aus der Nahrung nicht die Energie gewinnen, die er braucht und der mit dem Essen und Trinken aufgenommene Zucker staut sich auf.

Es gibt zwei Hauptformen des Diabetes: Typ I entwickelt sich hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen. Sein Beginn ist üblicherweise plötzlich und dramatisch und kann Symptome entwickeln wie häufiges Wasserlassen, unnormalen Durst, extreme Müdigkeit, anhaltenden Hunger und unscharfes Sehen. In diesem Fall muss Insulin injiziert werden. Etwa zehn Prozent aller Diabetiker gehören zum Typ I.

Typ II, die weitaus häufigste Diabetesform, steht für 90 Prozent aller Fälle und kommt hauptsächlich bei Erwachsenen vor, wird aber auch bei jungen Leuten immer häufiger. Der Beginn eines Typ-II-Diabetes ist allmählich und daher schwer feststellbar. Manche Patienten werden erst mehrere Jahre nach dem Beginn der Erkrankung diagnostiziert. Risikofaktoren sind unter anderem Übergewicht, Bewegungsmangel und Diabetes in der Familie. Auch Stress scheint eine Ursache für gestörte Insulinwirkung im Körper zu sein.

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