Für Medaille zu wenig: Severin Freund Siebter

Keine Freudenausbrüche, aber auch keine Enttäuschung: Severin Freund hat bei seiner WM-Premiere Platz sieben belegt ...

Oslo. Keine Freudenausbrüche, aber auch keine Enttäuschung: Severin Freund hat bei seiner WM-Premiere Platz sieben belegt und damit das beste Ergebnis der deutschen Springer geschafft.

Bei der Entscheidung von der Normalschanze konnte der Rastbüchler mit den einmal mehr überzeugenden Österreichern nicht konkurrieren. Thomas Morgenstern gewann mit den größten Weiten in beiden Durchgängen souverän. Er kam auf 101,5 und 107 Meter und verwies seinen Team-Kollegen Andreas Kofler klar auf Platz zwei. Bronze ging an Adam Malysz aus Polen. Mit Michael Uhrmann auf Platz elf und Martin Schmitt als 14 schafften die deutschen ein gutes Mannschaftsergebnis, was die Chancen auf eine Medaille im Team-Wettbewerb am Sonntag weiter erhält.

Morgenstern sicherte sich mit der Goldmedaille auch den letzten noch offenen Einzel-Titel auf Sprungschanzen. Dem bereits als Gesamtweltcup-Gewinner feststehenden Olympiasieger fehlt nun lediglich noch der Skiflug-Weltmeistertitel.

"Es war ein ordentlicher Auftritt. Speziell Severin hat gute Sprünge gezeigt, aber es war keiner der Extraklasse dabei. Den hätte man für eine Medaille gebraucht", resümierte Bundestrainer Werner Schuster und sagte weiter: "Die anderen Springer waren solide."

Freund hatte seinen siebten Platz bereits nach dem ersten Durchgang inne und blieb dort, obwohl er sich noch einmal steigerte. "Wenn man zum ersten Mal bei einer WM ist und Siebter wird, braucht man sich nicht zu grämen oder irgendetwas nachzutrauern. Natürlich zählen bei einer WM die Medaillen, aber dafür hat es heute nicht gelangt", bemerkte der zweimalige Weltcup-Sieger und dachte schon an den nächsten Auftritt am Sonntag. "Wir brauchen nicht rechnen, sondern müssen springen. Es sieht nicht so schlecht aus."

Uhrmann, der zuvor gerade auf kleinen Schanzen seine besten Einzelergebnisse erreicht hatte, haderte diesmal mit den Bedingungen. "Es war sehr zäh zum springen, weil es überhaupt keine Windunterstützung gab", sagte der Rastbüchler nach dem ersten Durchgang, den er als 21. beendet hatte. Im zweiten Versuch lief es mit 99,5 Metern besser. "Auf eine Medaille hatte ich eh keine Chance mehr, deshalb ist die Platzierung in Ordnung", sagte der Routinier. Mit Blick auf die Team-Entscheidung meinte er: "Unsere Möglichkeiten haben sich nicht verändert. Österreich marschiert vornweg, dahinter ist alles ausgeglichen."

"Es war ein durchwachsener Wettkampf, in dem der erhoffte Ausreißer nicht dabei war. Es war nicht schlecht, aber ich bin hier schon besser gesprungen", sagte Martin Schmitt. Der viermalige Weltmeister sprang solide, ohne jedoch annähernd in die Entscheidung eingreifen zu können.

Völlig enttäuscht war Pascal Bodmer, der seinen Sprung völlig verpatzte, nur 44. nach dem ersten Durchgang war und damit nicht im Finale stand. "Es gilt jetzt, den Wettkampf schnell abzuhaken und nach vorn zu schauen. Über einen Einsatz im Team am Sonntag mache ich mir keine Gedanken", sagte Bodmer. Er dürfte der einzige Wackelkandidat in der Mannschaft von Bundestrainer schuster sein. Wer tatsächlich am Sonntag springen darf, entscheidet der Coach nach dem Training. Erst danach müssen die vier Athleten benannt werden. (dpa)

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