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Zwei Dinge sind Schuld am Tennisarm: ständige monotone Bewegungen und Überanspruchung.
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Zwei Dinge sind Schuld am Tennisarm: ständige monotone Bewegungen und Überanspruchung.

Per Mausklick zum Tennisarm

Sportlicher Name für schmerzhafte Erkrankung

Es trifft Bauarbeiter genauso wie Handwerker und Sekretärinnen. Und es hat einen sportlichen Namen: Der so genannte Tennisarm, eine schmerzhafte Entzündung im Bereich der Streckmuskulatur des Unterarms und der Hand, gehört zu den häufigsten orthopädischen Krankheiten. Inzwischen passt die Bezeichnung "Mausarm" besser, denn seit Bildschirmarbeit via Computermaus zum beruflichen Alltag gehört, klagen immer mehr Menschen über die typischen Symptome des "Tennisarms". Sie haben Schmerzen in Händen und Armen, die ihnen sogar das einfache Händeschütteln zur Qual machen.

Monotone Bewegungen sind Gift für den Arm

Zwei Dinge sind Schuld am Tennisarm: ständige monotone Bewegungen und Überanspruchung. Wer stundenlang am Computer sitzt und mit der Maus arbeitet, beansprucht immer dieselben Sehnen, Bänder und Muskeln des Armes. Das gleiche gilt für den Handwerker, der mit dem Hammer arbeitet, für Bauarbeiter, die einen Presslufthammer bedienen und für Tennisspieler, die wieder und wieder die gleichen Schläge üben - und dabei eine falsche Schlagtechnik anwenden. Sie alle müssen mit der Hand zugreifen, während der Ellbogen gleich-zeitig gebeugt ist.

Schmerzzentrum am Ellbogen

Viele Muskeln, die für das Bewegen von Fingern und Handgelenk zuständig sind, beginnen an einem kleinen Knochenvorsprung an der Außenseite des Ellenbogens. Hier liegt das Zentrum der Tennisarm-Schmerzen, die manchmal bis in den Oberarm oder sogar die Schulter ziehen. Verantwortlich für die Beschwerden sind wahrscheinlich mikroskopisch kleine Risse in den Sehnen, welche die Muskeln mit dem Knochen verbinden. Ist das Gewebe durch eine Überbeanspruchung gereizt, kommt es dort zu einer Entzündung. Die Folge: stechender Druckschmerz. Es tut zunehmend weh, die Hand zur Faust zu ballen, etwas zu tragen oder fest zu umgreifen.

Eine Operation ist nur selten nötig

Die beste Medizin für einen akuten Tennisarm ist, die monotone Bewegung zu vermeiden. Kühlung per Eisbeutel kann außerdem die Beschwerden lindern. Zwischen der Haut und dem Eis sollte aber immer in dünnes Tuch liegen, damit die Kältebehandlung die Haut nicht schädigt. Auch Krankengymnastik und Massagen helfen gegen den Schmerz. Bei hartnäckigen, lang anhaltenden Symptomen wird der Arzt eventuell ein Schmerzmittel einsetzen oder entzündungshemmende Medikamente verschreiben. "Jedoch nur in sehr schwerwiegenden Fällen wird Ihnen der Arzt zu einer Operation raten", betont Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Bei dieser Operation wird der für die Armstreckung verantwortliche Muskel gelockert, in dem der Sehnenansatz eingekerbt wird.

Lieber rechtzeitig gegensteuern

Beim Tennisarm ist die Vorbeugung besonders wichtig: Checken Sie von Zeit zu Zeit Ihre wichtigsten Bewegungsabläufe, vermeiden Sie zu große Monotonie und ständige Wiederholungen eines Handgriffs und bringen Sie Abwechslung in Ihren Bewegungsalltag. Falls das aus beruflichen Gründen nicht geht, hilft auch ein anderes altes Hausrezept: Öfter mal eine Pause einlegen und dem Arm Ruhe gönnen, um die Sehnen zu entlasten.

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