Judo

Martyna Trajdos gewinnt erste Medaille bei Judo-WM

Ex-Europameisterin holt Bronze. Frankfurter Wieczerzak schon in Runde drei raus.

Martyna Trajdos hat bei den Judo-Weltmeisterschaften in Tokio Bronze gewonnen und die erste Medaille für das deutsche Team geholt. Die 30 Jahre alte Hamburgerin siegte am Mittwoch in der Klasse bis 63 Kilogramm im Kampf um Platz drei, da ihre Gegnerin, die Olympiasiegerin und Weltranglisten-Zweite Tina Trstenjak aus Slowenien, disqualifiziert wurde und nicht mehr antreten durfte. Für die Europameisterin von 2015 ist es die erste WM-Einzelmedaille. Nach einer Viertelfinal-Niederlage war Trajdos über die Trostrunde weitergekommen.

Ebenfalls den Sprung in die Finalkämpfe schaffte der Weltranglisten-Fünfte Dominic Ressel in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm. Der 25-Jährige aus Kronshagen verlor in der Trostrunde allerdings gegen den Olympia-Dritten Antoine Valois-Fortier aus Kanada und verpasste damit eine Medaille. Im Kampf war ihm deutlich die Müdigkeit anzusehen gewesen, da er in seinen vorherigen Kämpfen mehrfach in die Verlängerung gehen musste. Das hatte an den Kräften gezehrt.

Ein frühes Aus musste der Weltmeister von 2017 und WM-Dritte von 2018, Alexander Wieczerzak, hinnehmen. Der 28-Jährige unterlag in Runde drei dem Griechen Alexios Ntanatsidis und konnte damit keine wichtigen Punkte für das Olympia-Ticket sammeln, um das er mit Ressel konkurriert. Wieczerzak hatte sich kurz vor der WM eine Zerrung in der Gesäßmuskulatur zugezogen. Dem gebürtigen Frankfurter waren die Qualen beim Kampf gegen Ntanatsidis deutlich anzusehen. Nach der nach einer Waza-ari-Wertung für den Griechen konnte er nicht mehr ausgleichen und musste humpelnd die Matte verlassen.

Die WM endet mit dem Mixed-Team-Wettkampf am Sonntag. Ob Wiecerzak da mitkämpfen kann, ist offen. Der Sportsoldat und BWL-Student muss nach einem kurzen Urlaub nun an zahlreichen Wettkämpfen teilnehmen, um die nötigen Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln. Stichtag ist der 20. Mai 2020. Bis dahin muss er mindestens 18. der Weltrangliste sein und auf jeden Fall vor Ressel stehen. (dpa/FR)

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