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Magath baut um

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Baut den Kader um - mal wieder: Felix Magath.
Baut den Kader um - mal wieder: Felix Magath. © dapd

Die Kasse ist gefüllt. Für 20 Millionen Euro darf Felix Magath neue Spieler zum VfL Wolfsburg holen. Bislang setzt der Trainer-Manager auf No Names aus Osteuropa. Mindestens ein echter Coup soll aber noch folgen.

Stars gehen, Namenlose kommen: Felix Magath ist in der Winterpause erneut der Chefeinkäufer der Fußball-Bundesliga - der Trainer des VfL Wolfsburg scheint aber seine Strategie zu ändern. Nach einer enttäuschenden Hinrunde sollen nach dem Abgang von Alexander Hleb weitere Topverdiener wie Patrick Helmes, Thomas Kahlenberg, Sotirios Kyrgiakos, Srdjan Lakic und Ex-Kapitän Josue von der Gehaltsliste gestrichen werden.

Im Gegenzug verpflichtet Magath in Hoffnung auf eine Aufholjagd in der Rückrunde diesmal eher unbekannte Profis - vornehmlich aus Osteuropa. „Wir haben uns besonders nach jungen Spielern umgesehen. Wir wollen Profis mit Perspektive holen“, sagte Magath nach den jüngsten Verpflichtungen des serbischen Mittelfeldspielers Slobodan Medojevic (bislang Novi Sad) und des mazedonischen Flügelspielers Ferhan Hasani (Skendija Tetovo).

Magath will Rodriguez holen

Zuvor hatte Magath bereits Petr Jiracek von Viktoria Pilsen nach Niedersachsen gelockt. Für den tschechischen Mittelfeldspieler muss Volkswagen vier Millionen Euro überweisen. Doch damit ist die Einkaufstour der Wolfsburger unter Magath noch lange nicht beendet.

Mindestens sechs weitere Profis sollen bis zur Schließung des Transferfensters am 31. Januar geholt werden. Mit einer Ablöse von 8,5 Millionen Euro teuerster Wintereinkauf soll Linksverteidiger Ricardo Rodriguez vom FC Zürich werden. Der Schweizer Nationalspieler steht bei Magath ganz oben auf der Wunschliste - wie auch Angreifer Giovanni Sio vom Schweizer Skandal-Klub FC Sion. Der Ivorer mit französischem Pass soll rund fünf Millionen Euro kosten.

Angreifer Ibrahim Sissoko vom portugiesischen Erstligisten Academica Coimbra muss anscheinend nur noch den Medizincheck bestehen. Ebenfalls im Gespräch sind Vaclav Pilar (Pilsen), Alexander Lukovic (Zenit St. Petersburg) und Vierinha (PAOK Saloniki). Lukovic und Vierinha sollen bereits in Kürze ihre Verträge unterschreiben.

VfL will ins internationale Geschäft

Insgesamt kann Magath nach Angaben von Hauptsponsor VW rund 20 Millionen Euro investieren. „An uns soll es nicht liegen. Wenn gute Ideen kommen, werden wir bereitstehen“, sagte VW-Boss Martin Winterkorn.

Die beste Idee hatte Magath aus VW-Sicht bereits Weihnachten. Denn der für seine harten Vorbereitungen bekannte Trainer hat trotz nur 20 Punkten in der Hinserie noch immer die Teilnahme an der Europa League im Visier. „In der Rückrunde werden wir eine bessere Punkteausbeute haben, eine bessere Mannschaft, stabilere Leistungen - und es wird in der Tabelle weit nach oben gehen“, sagte Magath.

Dass er mit dem VfL nach einer schwachen Hinrunde in der Rückrunde ganz weit oben landen kann, hat Magath schon einmal bewiesen. Nach den ersten 17 Spielen der Saison 2008/2009 waren die Wolfsburger unter Magath mit 26 Zählern Tabellenneunter. Am Ende der Spielzeit wurden die Niedersachsen mit 69 Punkten Meister. Nun hat der VfL 20 Punkte und damit nur sechs Zähler weniger als der Tabellensechste Bayer Leverkusen.

Hallenturnier in Frankfurt

Magath hat also zumindest die Europa-League-Teilnahme noch fest im Visier. Bevor Magath seine Mannschaft aber mit schweißtreibenden Trainingseinheiten in Topform bringt, ist erstmal ein wenig Fußball-Spaß angesagt. Am 5. und 6. Januar nimmt der VfL an den Hallenturnieren in Mannheim und Frankfurt teil. Anschließend dürfen sich die Wolfsburger Profis auf Medizinbälle gefasst machen, wenn Magath mit seinem Kader vom 7. bis zum 16. Januar ins Trainingslager nach Dubai reist. (sid)

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