Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wolfgang Hettfleisch ist Sportredakteur der Frankfurter Rundschau.
+
Wolfgang Hettfleisch ist Sportredakteur der Frankfurter Rundschau.

Kommentar

Hau den Lukas

Er war nicht da. Also eigentlich schon, aber unsichtbar. Über weite Strecken des Spiels hatte ihn niemand gesehen. Keiner auf den vollen Rängen im

Von WOLFGANG HETTFLEISCH

Er war nicht da. Also eigentlich schon, aber unsichtbar. Über weite Strecken des Spiels hatte ihn niemand gesehen. Keiner auf den vollen Rängen im Frankfurter Stadion, keiner im ersten medialen Aufguss nach Spielschluss. Erst als das 2:1 des FC Bayern bei der Eintracht weitgehend abgearbeitet war, fiel das plötzlich auf. Hatte da nicht Lukas Podolski mitgespielt? Hatte er - und auch wieder nicht.

Als der Nationalspieler nach 80 Minuten vom Rasen schlich, um Andreas Ottl Platz zu machen, war das außer einem zarten Schussversuch zu Beginn des Spiels seine auffälligste Aktion.

Chance gegen Wolfsburg und Frankfurt nicht genutzt - setzen! So wird das Urteil von Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann ausfallen, jetzt, da Luca Toni wieder fit ist. Neu ist, wie brutal Kollegen und Vorgesetzte über den als eher harmoniebedürftig geltenden 23-Jährigen herfielen. Bayern-Manager Uli Hoeneß relativierte Podolskis hohe Trefferquote im DFB-Trikot derb mit dem Hinweis auf Gegner wie "Liechtenstein und San Marino". Und Miro Klose, Meister des missratenen Bonmots, empfahl, sich für Streicheleinheiten eine Katze zuzulegen. Das sollte cool klingen, ist aber leider doof, weil Katzen keine Menschen streicheln - nicht mal bei Fußballers zuhause.

Der Sport der Stunde ist jedenfalls mal wieder: Hau den Lukas! Immer feste druff! Und man fragt sich, mal vom beruhigenden Blick aufs Konto abgesehen: Wie hält er das bloß aus? Der Fußballer Podolski muss weg aus München, je schneller, desto besser; der Mensch sowieso.

Aber bitte bloß nicht nach Köln, wo ihm die messianische Heilserwartung womöglich noch mehr zusetzen würde als der gnadenlose Wettbewerb bei den Bayern. Lieber zu einem Klub, bei dem den aktuellen Schützenkönig der Nationalmannschaft ansatzweise Normalität erwartet. Wo er nicht Poldi wäre und auch kein Prinz. Nur ein junger Fußballer. Mit Stammplatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare