Eishockey

Löwen steht ein schwieriger Saisonstart bevor

  • vonMarkus Katzenbach
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Stürmer Stephen MacAulay verletzt sich beim 0:4 im Test gegen die hochüberlegenen Roten Bullen aus München. Freitag Auftakt gegen Kassel Huskies.

Die Ränge in der Eissporthalle am Ratsweg waren weitgehend verwaist, so ist das in Corona-Zeiten. Dass sich aber im Lauf des Abends dort noch ein Zuschauer fand, der vorher auf dem Eis gewesen war, fügte einer Begegnung, die unter normalen Umständen ein Fest für Frankfurter Eishockeyfreunde gewesen wäre, noch einen Wermutstropfen hinzu. Dass ihre Löwen bei einem Testspiel gegen Red Bull München, Champions-League Finalist von 2019, nicht allzu viele Chancen haben würden, war vorher klar gewesen, insofern entsprach das 0:4 (0:1, 0:2, 0:1) halbwegs den Erwartungen. Mehr schmerzen könnte die Löwen indes ein anderes Ergebnis dieses ungleichen Kräftemessens.

„Ausfälle tun uns weh“

Nach ein paar Minuten nur verabschiedete sich Stephen MacAulay aus dem Löwen-Sturm, ehe er später mit einer Schlinge um den Arm und nicht mehr in Eishockeyuniform aus der Kabine zurückkehrte. Das sah nicht gut aus und weckte schon wieder leidvolle Erinnerungen an die vergangene Saison voller Frankfurter Verletzungsgeschichten.

Droht nun der nächste langfristige Ausfall eines Leistungsträgers? Das sollen Untersuchungen in den nächsten Tagen klären. So oder so könnte den Löwen am kommenden Freitag gegen die Hessenrivalen von den Kassel Huskies ein schwieriger Start in die DEL-2-Saison bevorstehen, ganz abgesehen von den speziellen Corona-Herausforderungen – schon wieder jedenfalls wird das Personal knapp.

„Die Ausfälle tun uns weh“, bekannte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. Dass Max Faber, „unser Nummer-Eins-Verteidiger“, so Fritzmeier, mehrere Monate ausfallen wird, war vorher klar. Gegen München fehlten obendrein mit Kapitän Adam Mitchell, Manuel Strodel und Mike Mieszkowski drei weitere erfahrene Kräfte angeschlagen. Und dann musste rasch MacAulay passen.

„So wird es natürlich noch schwerer gegen eine Mannschaft wie München“, sagte Fritzmeier. Die prominent besetzten Bayern – in der vergangenen DEL-Saison wie die Löwen eine Etage tiefer Erster der Hauptrunde, ehe die Playoffs wegen Corona gestrichen wurden – waren in allen Belangen überlegen dank einiger Testspiele auch schon gut in Schuss. Yasin Ehliz (18. Minute), Zach Redmond (31.), Patrick Hager (35.) und Chris Bourque (48.) münzten all das in Tore um.

Auszeichnen konnte sich im Lager der Löwen immerhin Goalie Patrick Klein, der bei unzähligen Schüssen, die auf sein Tor flogen, Schlimmeres verhinderte. „Er hat sehr gut gehalten“, lobte Fritzmeier, insgesamt urteilte er: „Wir haben hart gekämpft, aber man sieht einfach den Unterschied zu einer europäischen Spitzenmannschaft.“

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