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Aufmerksam in der Verteidigung: Marius Erk (rechts) gegen den Bietigheimer Yannick Wenzel. 

Löwen Frankfurt

Löwen im Aufwärtstrend

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Das erste Hessenderby ging knapp verloren, im zweiten Duell gegen die Kassel Huskies wollen die Löwen Frankfurt ihren Heimvorteil nutzen.

Es war ein guter Anfang gewesen, mit dem glücklichen Ende allerdings wurde es nichts an diesem Freitag, dem 13. September. Ihre alten Hessenrivalen von den Kassel Huskies hatten die Frankfurter Löwen seinerzeit vom ersten Bully an im Griff gehabt, waren voll und ganz Herren der Lage und in einer für diesen ersten Spieltag der neuen Eiszeit in der DEL 2 fast schon verblüffend guten Frühform – blöderweise aber eben nur für nicht viel mehr als 20 Minuten. Dann wendete sich langsam das Blatt und schließlich verloren sie die stets brisante Hessen-Begegnung unglücklich 2:3.

„Wir haben sehr gut begonnen, sehr konzentriert gespielt, ähnlich wie jetzt gegen Bietigheim. Aber wir haben es nicht vollendet“, erinnert sich Franz-David Fritzmeier an den Besuch in Kassel vor etwas mehr als einem Monat und zieht daraus Lehren, die auch beim Wiedersehen an diesem Freitagabend (19.30 Uhr) in der Eissporthalle am Ratsweg helfen könnten: „Ein gutes Drittel reicht nicht“, mahnt der Sportdirektor, „man muss 60 Minuten die Arbeit machen“.

Dass die ersten 20 Minuten in Kassel für eine ganze Weile die beste Teilzeit-Leistung der noch jungen Saison bleiben und dass die Löwen auch fortan regelmäßig Punkte in der Fremde liegen lassen würden, war in der ersten Drittelpause des Jahres kaum abzusehen. Ebenso wenig wie der folgende Höhenflug der Huskies, die in ihrer zurückliegenden Katastrophenrunde sogar das Viertelfinale verpasst hatten, nach dem Neubeginn aber jetzt als Tabellenführer an den Main kommen. Mit Richie Müller als ihrem Topscorer, dem ehemaligen Frankfurter Publikumsliebling, der vor einem Jahr unter großem Löwen-Grummeln einen Job in Nordhessen einer Rückkehr an den Ratsweg vorgezogen hatte.

Beim ersten Kräftemessen Mitte September hatte Mueller das entscheidende dritte Tor vorbereitet, erzielt von Justin Kirsch, noch einem alten Löwen – und Matti Tiilikainen danach ein treffendes Urteil gefällt. „Es war ein sehr hohes Niveau für den Saisonstart“, hatte der Löwen-Headcoach befunden und auch Gründe für den Ausgang gefunden: „Kassel war hungriger. Wir müssen uns weiter entwickeln und brauchen mehr Konstanz.“

Gerade in letztem Punkt besteht bei den Löwen immer noch Nachholbedarf, nun, da mit 13 Spielen ein Viertel der langen Hauptrunde bestritten ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die jungen Spieler, auf die in Frankfurt für die Arbeit am Aufstieg in die DEL seit einem Jahr verstärkt gebaut wird, in dieser Saison noch nicht so viel liefern wie erhofft. „Wir haben sie viel gefördert, aber es ist wenig zurückgekommen“, sagt Fritzmeier, indes: „Es hat schon gewirkt, dass wir sie mal verwarnt haben.“

Tatsächlich kam beim 6:1 im Spitzentreffen zweier Titelfavoriten mit den Bietigheim Steelers schon mehr Unterstützung aus den hinteren Reihen. Überhaupt war es das beste der bislang sechs Heimspiele, allesamt gewonnen. Luft nach oben bleibt aber, trotz dieser Ratsweg-Bilanz und des jüngsten Aufwärtstrends, zu dem auch der Penaltysieg in Crimmitschau am Sonntag beitrug. Mit einem Sieg gegen Kassel könnten die Löwen auf den zweiten Platz klettern, dann nur noch einen Punkt hinter den allerdings noch mit einem Spiel weniger im Programm führenden Huskies.

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