Lemke als UN-Sonderberater für Sport verabschiedet

Der frühere Bremer Senator und Fußballmanager Willi Lemke ist von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon aus seinem Amt als Sport-Sonderberater verabschiedet worden.

Der frühere Bremer Senator und Fußballmanager Willi Lemke ist von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon aus seinem Amt als Sport-Sonderberater verabschiedet worden.

"Ich habe es in den vergangenen acht Jahren sehr geschätzt, mit Ihnen zusammenzuarbeiten", sagte Ban in New York bei einem feierlichen Empfang. "Sie haben wichtige Beiträge geleistet und Brücken gebaut." Unter anderem habe Lemke die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Olympischen Komitee verbessert. "Ich danke Ihnen für Ihre Führungsstärke und Ihr Engagement."

Lemke sprach von einer "großen Liebesgeschichte zwischen den UN, dem Generalsekretär und seinem Sonderberater". "Ich bin sehr gerührt, denn es war mein großer Wunsch, mich von Ihnen persönlich zu verabschieden", sagte Lemke und verriet, dass er Bans Frau darum gebeten habe, die Abschiedsfeier einzufädeln. "Es war eine sehr gute Zeit, in der ich Ihnen und den Vereinten Nationen gedient habe."

Der 70-jährige Lemke war seit April 2008 als Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden tätig gewesen. "Der Sonderberater soll in seiner Rolle der Welt des Sports die Hand ausstrecken und dazu aufrufen, den Sport systematischer und verständlicher als Mittel für die Förderung von Entwicklung und Frieden zu nutzen", heißt es auf der Webseite der Vereinten Nationen als Jobbeschreibung. Lemkes Vorgänger im Amt des Sonderberaters war der Schweizer Politiker Adolf Ogi. Lemke war von 1981 bis 1999 für den Fußball-Bundesligisten Werder Bremen tätig - als Manager und später als Aufsichtsratsvorsitzender. Zwischen 1999 und 2008 war er Senator in Bremen.

"Die Menschen denken, dass Sport nur Spaß für die Freizeit ist, dass es den Körper stärker und gesünder macht, aber der Sport hat noch eine viel wichtigere Dimension, er kann uns dabei helfen, die Welt stärker und gesünder zu machen", sagte UN-Chef Ban. "Sport hat die spontane Macht, die Herzen und Gehirne der Menschen zu mobilisieren, er hat die Kraft, Frieden zu schaffen." Es gebe so viele Probleme auf der Welt, sagte Lemke. "Der Sport kann da helfen, Brücken zu bauen." (dpa)

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