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Regelmäßige Langstreckenflüge gehen vor allem für das Flugpersonal mit zahlreichen Gesundheitsbeschwerden einher. Sport kann dagegen helfen.

Langstreckenflüge verursachen Gesundheitsprobleme

Forscher der Universität Liverpool fanden heraus, dass Langstreckenflüge oft mit Jet-Lag, einer verringerten Gehirnleistung und starken emotionalen Störungen einhergehen.

London (ap). Regelmäßige Langstreckenflüge gehen vor allem für das Flugpersonal mit zahlreichen Gesundheitsbeschwerden einher. Dazu zählen laut einer britischen Studie psychische Beschwerden, Schlafstörungen, Magenverstimmungen und bei Frauen zusätzlich Probleme mit dem Menstruationszyklus. Generell sind die Probleme auf Flügen nach Osten wesentlich gravierender als Richtung Westen.

Verantwortlich dafür ist, dass sich die Körperuhr nicht schnell genug an die veränderten Verhältnisse anpasst. Die Forscher der Universität Liverpool fanden heraus, dass Langstreckenflüge oft mit Jet-Lag, einer verringerten Gehirnleistung und starken emotionalen Störungen einhergehen. Weitere Probleme waren unruhiger Schlaf, verschobener Schlafrhythmus, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Magen-Darm-Probleme, wie die Zeitschrift "The Lancet" berichtet.

Demnach stört eine Überquerung von mehr als drei Zeitzonen den inneren Rhythmus des Körpers besonders stark. So braucht etwa einer dieser Rhythmen - die Kerntemperatur des Körpers - Zeit um sich anzupassen. Die Forscher empfehlen, nach der Ankunft am Zielort Licht entweder zu suchen oder aber zu meiden, um die innere Uhr anzupassen. Hilfreich sei auch, sich am Tag etwa durch Sport oder Koffein wachzuhalten.

Von der Einnahme des Schlafhormons Melatonin raten sie ab, da dessen Sicherheit und Nebenwirkungen noch ungeklärt seien.

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