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Nordische Kombination

Kurz vor dem Ziel macht Stecher die Tür zu

Die deutschen Kombinierer können bei nordischen Weltmeisterschaften die Team-Wettbewerbe nicht gewinnen. Auch im 5. Versuch nacheinander reichte es bei den Titelkämpfen in Oslo "nur" zu Platz zwei.

Tino Edelmann ging aus dem Windschatten von Mario Stecher und konnte das erste Teamgold bei einer nordischen Ski-Weltmeisterschaft für deutsche Kombinierer seit 24 Jahren schon sehen. Doch dann machte der Österreicher „die Tür zu“ und Edelmann und Co. blieb wieder nur Silber. Um winzige 0,4 Sekunden mussten sich Einzelweltmeister Eric Frenzel, Vizeweltmeister Edelmann, Johannes Rydzek und Björn Kircheisen dem Olympiasieger geschlagen geben. Das bedeutete wie bei den vergangenen vier Weltmeisterschaften Rang zwei.

„Wenn man so knapp dran ist an Gold, ist es ärgerlich. Ich hab’ das Gefühl gehabt, dass ich es schaffen kann. Aber er hat dagegengehalten, und Österreich ist verdient Weltmeister geworden. Aber irgendwann knacken wir das Teamgold“, sagte Edelmann. Bundestrainer Hermann Weinbuch, beim letzten WM-Triumph 1987 noch als Athlet dabei, war dagegen „überglücklich. Das war erst unser zweite Wettkampf ? und wir haben schon drei Medaillen. Es hat halt leider das letzte Quäntchen gefehlt, das ist schade.“

Nach dem Springen durfte das DSV-Quartett noch von Gold träumen. „Es ist heute alles möglich“, hatte Frenzel gesagt, der mit 106 Metern den weitesten Sprung der Deutschen gezeigt hatte. Doch Frenzel ahnte wohl etwas: „Ich weiß nicht, wie ich die rund 25 Sekunden Vorsprung auf Österreich einschätzen soll.“ Seinen Schanzenrekord auf dem Midtstubakken aus dem Einzel hatte Frenzel zu diesem Zeitpunkt schon an den Franzosen Maxime Laheurte verloren, der mit 110,5 Metern einen Meter weiter flog als der Weltmeister am Samstag.

Im Einzel war lediglich Kircheisen als Vierter unter seinen Möglichkeiten geblieben. Was er drauf hat, zeigte er im Teamwettbewerb mit dem zweitbesten Sprung in seiner Gruppe. „Das war gut für die Seele und fürs Selbstvertrauen“, sagte er. Mit entsprechend breiter Brust gingen die DSV-Kombinierer in die Loipe. 9,7 Sekunden betrug der Rückstand auf die sprungstarken Franzosen um Olympiasieger Jason Lamy-Chappuis, doch Startläufer Rydzek schloss die Lücke schnell. Beim Wechsel auf Frenzel lag er mit 0,3 Sekunden hauchdünn vor dem Norweger Mikko Kokslien. Für Team Austria ging dann Felix Gottwald, der wohl beste Langläufer des Feldes, in die Spur ? und der schnappte sich erst Norwegen und lief dann auf Kircheisen auf. Doch „Kirche“ blieb dran, Schlussläufer Edelmann ging nur 0,5 Sekunden hinter Mario Stecher auf die letzte Etappe.

Drittes Gold für Björgen

Mit einem unglaublichen Endspurt im Klassikrennen über zehn Kilometer schnappte die norwegische Langlauf-Königin Marit Björgen der Polin Justyna Kowalczyk um 4,1 Sekunden den Titel weg und gewann in Oslo beim dritten Start die dritte Goldmedaille. Björgen und Kowalczyk lagen Seite an Seite völlig ausgepumpt hinter der Ziellinie, als die Norwegerin mit letzter Kraft den Kopf hob und auf die Anzeigetafel schielte. „1. Björgen Marit NOR“, stand da – als sie das sah, sank ihr Kopf erleichtert in den Schnee.

Die Deutschen um die als 22. bestplatzierte Katrin Zeller schauten staunend zu. Bundestrainer Jochen Behle war mit seinen drei Läuferinnen nicht zufrieden. Lucia Anger (Oberstdorf) und Denise Herrmann (Oberwiesenthal) belegten die Plätze 42 und 43. ( sid)

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