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Die NBA hat kein Netz mehr. 

NBA

Den Kummer lindern

Während der Aussetzung des Spielbetriebs spenden NBA-Stars Geld für das Hallenpersonal.

Stephen Curry, Giannis Antetokounmpo, Zion Williamson – in der Coronavirus-Krise zeigen die Stars der NBA ihre Solidarität mit dem Hallenpersonal und wollen die Helfer im Hintergrund finanziell unterstützen. Die stärkste Basketballliga der Welt vermeldet unterdessen ihren dritten positiven Test. Es handelt sich um einen Spieler der Detroit Pistons. Wie das ehemalige Meisterteam mitteilte, befindet sich der namentlich nicht genannte Profi seit Mittwochnacht in Quarantäne. Medienberichten zufolge hat sich Flügelspieler Christian Wood (24) infiziert.

Die Pistons haben den positiven Test am Samstag (Ortszeit) erhalten. Der Detroiter ist nach Center Rudy Gobert (27) und dessen Teamkollege Donovan Mitchell (23) von den Utah Jazz der dritte Coronavirus-Fall in der NBA. Die Liga hatte sich unmittelbar nach dem ersten positiven Test zu einer Pause von mindestens 30 Tagen entschieden.

Diese Unterbrechung sorgt dafür, dass für viele Hallenmitarbeiter elementare Gehälter wegbrechen. LeBron James‘ Los Angeles Lakers und Kawhi Leonards Los Angeles Clippers, die L.A. Kings aus der NHL sowie die Betreiber ihrer Arena gründen zusammen einen Fonds, um allen nur in Teilzeit Angestellten finanziell zu helfen. Zahlungen sollen an mehr als 2800 Menschen gehen, die an Spieltagen im Ticketverkauf, an den Essständen oder im Sicherheitsbereich im Staples Center arbeiten. „Als Spieler wollten wir gemeinsam mit dem Besitzer und den Trainern etwas tun, um den Kummer in dieser Zeit zu lindern“, sagte Golden State Warriors Topstar Curry (32). Der ehemalige NBA-Meister will den Angestellten des Chase Center mit einer Million US-Dollar helfen, das sind umgerechnet knapp 900 000 Euro. Der Besitzer des Vereins, die Spieler und die Trainer bringen die Summe gemeinsam auf. Die Warriors beschäftigen nach eigenen Angaben bei jedem Heimspiel mehr als 1000 Menschen in verschiedenen Teilzeitpositionen.

„Wir können das gemeinsam durchstehen“, erklärte auch Superstar Giannis Antetokounmpo (25) in den sozialen Netzwerken. Der Flügelspieler von den Milwaukee Bucks kündigte an, 100 000 US-Dollar (umgerechnet knapp 90 000 Euro) an die Mitarbeiter im Fiserv Forum zu spenden. Jungstar Williamson (19) von den New Orleans Pelicans will dem in nichts nachstehen. Der Neuling möchte für die Gehälter der Hallenangestellten seines Teams für die nächsten 30 Tage aufkommen.

„Erst diese Leute machen unser Spiel möglich“, schrieb Williamson in den sozialen Netzwerken. Viele Menschen in New Orleans hätten außerdem immer noch unter den Folgen von Hurrikan Katrina 2005 zu leiden. Dirk Nowitzkis früheres Team, die Dallas Mavericks, wollen ihren Hallenangestellten Gehalt für die sechs Heimspiele zahlen, die während der vorläufigen 30-Tage-Pause angesetzt waren.

Zuvor hatten unter anderen schon Kevin Love von den Cleveland Cavaliers und Blake Griffin von den Detroit Pistons Spenden an die Mitarbeiter in ihren Hallen angekündigt.

Auch in anderen US-Sportarten werden solche Anstrengungen unternommen. So wollen die Detroit Red Wings aus der NHL und die Detroit Tigers aus der MLB einen Fonds mit einem Umfang von einer Million US-Dollar für die Arenamitarbeiter einrichten. Beide Vereine haben denselben Besitzer. (dpa)

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