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Steht bei den Volleys wieder im Mittelpunkt: Tobias Krick.

Volleyball

Das Kreuz mit dem Kreuz

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Mittelblocker Tobias Krick achtet auf seinen Rücken und will mit den United Volleys hoch hinaus.

Sein Comeback ging fast ein bisschen unter. Dabei hätte es kaum mehr Gründe geben können, Tobias Krick auf besondere Weise hochleben zu lassen. Ein Jahr lang hatte das größte deutsche Mittelblock-Talent kein Spiel für die United Volleys bestreiten können. Anhaltenden Rückenprobleme zwangen den 2,11-Meter-Schlaks zu einer endlos erscheinenden Pause. Erst im Sommer traute er sich wieder aufs Volleyballfeld – und absolvierte sofort wieder ein Mammutprogramm, das nicht nur seinem Vereinstrainer Stelio DeRocco die Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben dürfte.

Krick absolvierte mehrere Trainingslager mit der deutschen Nationalmannschaft und gehörte danach sowohl in der Nations League als auch bei den Europameisterschaften zum festen Stamm der DVV-Auswahl. „Der Sommer war sehr anstrengend. Wir hatten viel trainiert und viele Spiele“, sagt Tobias Krick rückblickend. Sein Frankfurter Heimatklub, dem er seit der ersten Bundesliga-Stunde 2015 angehört, beobachtete genau, ob der Rücken den Belastungen standhält. Lange Zeit schwebte zudem im Raum, Krick könnte von einem finanzkräftigerem Verein aus dem Ausland abgeworben werden.

Beides traf nicht ein. Krick ist zurück in Frankfurt, und auch der Rücken hält. Zumindest bisher. Am vergangenen Mittwoch gab der Nationalspieler beim 3:1 gegen Bühl sein Heim-Comeback – einen Tag nach seinem 21. Geburtstag. Er stand nur deshalb nicht so sehr im Fokus, weil sein Team zahlreiche Neuzugänge präsentierte.

„Haben gute Stimmung“

„Nach den ersten beiden Sätzen habe ich etwas Pause bekommen, der Rücken wurde wieder etwas fester“, sagt Krick mit leichten Sorgen, schiebt aber hinterher: „Alles gut. Kein Problem.“ Doch genau weiß auch er nicht, wie es in mehreren Wochen aussehen wird, wenn die Dreifachbelastung mit Bundesliga, Pokal und europäischem Wettbewerb anhält. „Ich hatte ja nach dem Sommer nur vier, fünf Tage Pause, dann ging es direkt weiter.“

Spielerisch hat der Mittelblocker wieder seine starke Form gefunden. „Es hat etwas gedauert, weil ich acht Monate keinen Ball mehr in der Hand hatte“, so Krick. Für ihn persönlich sei der Sommer dann „ganz gut“ verlaufen. Mit dem Abschneiden der Nationalmannschaft ist er freilich weniger zufrieden. „Insgesamt war es eher schlecht, was wir gespielt haben.“ Nach einer mauen Nations League schied das deutsche Team im EM-Viertelfinale gegen Polen mit 0:3 aus.

Bei seinem Heimatverein läuft es bisher deutlich besser. Die Frankfurter haben ihre ersten beiden Saisonspiele gewonnen und stehen nun am Mittwoch (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen Düren vor der bislang größten Prüfung. „Düren ist immer stark. Die sind eingespielt, haben einen guten Zuspieler, sehr gute Mittelblocker. Sie spielen schnell. Das wird anstrengend und vom Niveau wahrscheinlich noch besser sein. Wir müssen wir noch eine Schippe drauf legen. Dann haben wir alle Chancen“, sagt Krick.

Sein neu zusammen gestelltes Team bezeichnet er als „super. Wir sind erfahrener als im letzten Jahr und haben eine gute Stimmung“. Mit Floris van Rekom, Luke Smith und Yanagida Masahiro gäbe es nun drei „sehr gute Außenspieler. Wenn einer einen schlechten Tag hat, kann der andere spielen“. Auch der neue belgische Zuspieler Matthias Valkiers sei „top. Er ist wahrscheinlich einer der besten Zuspieler, die wir bis jetzt hatten. Er hat sehr gut Hände.“ Auch Japans Nationalmannschafts-Kapitän Yanagida, der vor Wochenfrist ein schwaches Debüt gezeigt hatte, werde sich steigern. „Das war nicht sein Tag. Er hatte Jetlag, war erst fünf Tage zuvor aus Asien gekommen. Er ist super, hat sehr gute Aufschläge und einen sehr schnellen Arm.“

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